Abgeschlossene Projektphase
Projekttätigkeit 2025
Dieses Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, die Angehörigenschulung „Hilfe beim Helfen“ in die ländlichen Regionen Bayerns zu tragen und das Thema Demenz dort gezielt zu verankern. Die Schulung von Angehörigen wird dabei als erster und notwendiger Baustein im Rahmen einer umfassenden Demenzsensibilisierung verstanden.
In Gesprächen, Meetings, Vorträgen sowie in den vielen Beratungen des Landesverbandes zeigt sich immer wieder, wie zentral qualifizierte Angehörigenschulungen für den Umgang mit Demenz sind. Entsprechend werden Verantwortliche in den Regionen, wie zum Beispiel Seniorenbeauftragte, gezielt auf diese Schulungen hingewiesen und dabei unterstützt, entsprechende Angebote vor Ort zu initiieren und gemeinsam mit dem Landesverband als Projektträger umzusetzen. Mittels dieses wertvollen und nachhaltigen Projekts werden dem Landesverband die erforderlichen zeitlichen und personellen Ressourcen zur Verfügung gestellt, um diese wichtige Netzwerkarbeit leisten zu können. Die kontinuierlichen Rückmeldungen von Angehörigen, die an den Schulungen teilgenommen haben, bestätigen eindrücklich die hohe Relevanz der flächendeckenden Implementierung von Angehörigenschulungen in Bayern und den konkreten Nutzen für den Pflegealltag.
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Netzwerkpartnern, wie z. B. Tagespflegen und Entlastungsdiensten ist dabei unerlässlich, um nachhaltige Lösungen zu etablieren und den Zugang zu Schulungsangeboten zu ermöglichen. Der Landesverband wird nicht in allen Fällen darüber informiert bzw. erhält nicht immer Kenntnis davon, wenn im Rahmen der Projektarbeit und Beratung durch Netzwerkpartner eigenständig Angehörigenschulungen durchgeführt werden.
Die Rückmeldungen der Teilnehmenden verdeutlichen die nachhaltige Wirkung der Schulungen. Angehörige berichten von einem besseren Verständnis für das Verhalten der erkrankten Person, mehr Gelassenheit im Pflegealltag sowie von konkreten Verbesserungen in Kommunikation und Umgang. Die Mischung aus theoretischem Wissen, praxisnahen Modulen und dem Austausch mit anderen Betroffenen wird dabei besonders positiv hervorgehoben. Viele Teilnehmende empfinden die Schulung als große persönliche Entlastung und als wertvolle Unterstützung in einer oft sehr herausfordernden Lebenssituation.
Insgesamt wurden im Jahr 2025 rund 180 pflegende Angehörige mit der Angehörigen-Schulung „Hilfe beim Helfen“ erreicht, die durch die Schulungen in ihrer häuslichen Pflegesituation nachhaltig stabilisiert werden konnten. Durch den Kompetenzzuwachs, die emotionale Entlastung und die neu gewonnene Sicherheit im Umgang mit Demenz wird die häusliche Versorgung gestärkt. Damit kommt das Projekt dem gesundheitspolitisch zentralen Ziel „ambulant vor stationär“ ein bedeutendes Stück näher. Gleichzeitig trägt die Stabilisierung der häuslichen Pflege dazu bei, den stationären und teilstationären Versorgungssektor spürbar zu entlasten.
Das Projekt zeigt somit nicht nur eine hohe individuelle Wirksamkeit für die betroffenen Familien, sondern leistet auch einen wichtigen strukturellen Beitrag zur Sicherung der Versorgungslandschaft in Bayern.
Projekttätigkeit 2024
.In 2024 lag das Augenmerk weiter darauf, neue Netzwerkpartner für die Durchführung einer Angehörigen-Schulung zu finden. Der Landesverband führte eigens 12 Angehörigen-Schulungen mit dem Kooperationspartner AOK Bayern durch und erreichte damit 119 pflegende Angehörige. Im Rahmen einer großen Interessensabfrage in 2024, indem sich 23 Kommunen interessiert zeigten, wurden erste Maßnahmen zur Umsetzung der Schulung getroffen. Ein häufiges Hindernis bei der Umsetzung von Schulungsreihen für pflegende Angehörige ist jedoch die Schwierigkeit, die Mindestanzahl an Teilnehmenden zu erreichen. Kommunen und Netzwerkpartner stehen vor der Herausforderung, pflegende Angehörige für solche Angebote zu gewinnen, obwohl diese oft starkbelastet sind und wenig Zeit zur Verfügung haben.
Ein wesentlicher Faktor ist, dass viele pflegende Angehörige ihre zeitlichen Ressourcen kaum mit den Präsenzterminen der Schulungsreihen vereinbaren können. Die Pflege von Menschen mit Demenz ist zeitintensiv, und viele Betroffene können aufgrund ihres Krankheitsverlaufs nicht mehrallein gelassen werden. Da es in vielen Kommunen jedoch an ausreichenden Entlastungsangeboten wie Tagespflege oder stundenweiser Betreuung mangelt, scheitert die Teilnahme eines Angehörigen.
Diese Problematik zeigt, wie wichtig es ist, flexiblere und niedrigschwellige Lösungen zu entwickeln.
Alternativen wie z. B. digitale Schulungsformate, Hybridmodelle oder die Bereitstellung von begleitenden Entlastungsangeboten könnten dazu beitragen, die Teilnahme von pflegenden Angehörigen zu erleichtern. Darüber hinaus bedarf es einer verstärkten Sensibilisierung und Information, um die Zielgruppe besser zu erreichen. Die emotionale und zeitliche Belastung der pflegenden Angehörigen sollte dabei stets berücksichtigt werden, um passgenaue und praktikable Unterstützungsangebote zu schaffen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Netzwerkpartnern, wie z. B. Tagespflegen und Entlastungsdiensten ist dabei unerlässlich, um
nachhaltige Lösungen zu etablieren und den Zugang zu Schulungsangeboten zu ermöglichen.
So konnte der Landesverband einen wichtigen Kooperationspartner, mit über 60 Standorten in Bayern für eine digitale Schulungsreihe für pflegende Angehörige gewinnen.
Frau Prof. Dr. Sabine Engel entwickelte die Angehörigenschulung „Edukation demenz®“. Diese Angehörigenschulung ist ein wissenschaftlich überprüftes Schulungsprogramm und speziell für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz entwickelt worden. Sie erstreckt sich über 10 wöchentlich stattfindende online Sitzungen, die jeweils ein festgelegtes Thema haben und inhaltlich aufeinander aufbauen. Es konnte nachgewiesen werden, dass sich Depressivität und Belastungsempfinden signifikant und langfristig reduzierten die Beziehungsqualität zu den demenzerkrankten Angehörigen verbessert. Um Angehörigen auch über dieses Angebot besser und
schneller zu informieren, werden die Standorte, indem die Angehörigen-Schulung „„Edukation demenz®“ auf Dauer durchgeführt werden, zusätzlich auf die interaktive Landkarte desLandesverbandes aufgenommen.
Weiterer fester Bestandteil ist die Information von neuen Mitarbeitenden aller bayerischen Fachstellen für Demenz und Pflege über das Projekt und über die Angehörigenschulung.
Erfolgsversprechend wird auch die in 2024 begonnene Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner der sozialen Landwirtschaft und dem bayerischen Verband der Mehrgenerationenhäuser für die Etablierung der Angehörigen-Schulungen in den ländlichenGebieten angesehen.
Der Ausbau von Kooperationen sowie die Gewinnung neuer Netzwerkpartnerschaften zur Optimierung des Informationsflusses ist kontinuierliches Ziel des Projektes. Nur wenn wir alle daran
mitwirken dieses wertvolle Angebot weiterzutragen, findet Unterstützung da statt, wo sie benötigt wird. Wie bereits unter TOP 3 „Schulungen und Fortbildungen“ dargestellt, freuen wir uns und die
regionalen Alzheimer Gesellschaften in Bayern, dass wir die AOK Bayern. Die Gesundheitskasse. seit mehreren Jahren als weiteren starken Partner für die Angehörigenschulung „Hilfe beim Helfen“ und
der individuellen häuslichen Schulung gewinnen konnten. Die geschlossene Rahmenvereinbarung wird zu einem Zugewinn für die pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz führen,
zumindest ist dies unser Wunsch.
Durch die AOK-Rahmenvereinbarung mit dem Landesverband und die Entwicklung einer interaktiven Landkarte für die Angehörigenschulung, einzusehen auf der Internetseite des
Landesverbandes, steigt die Zahl der kontinuierlich durchgeführten Schulungen stetig an. Dies bewerten wir als großen Erfolg dieses Projektes. Auf der interaktiven Landkarte sind die
Netzwerkpartnerschaften platziert, die mindestes einmal pro Jahr die Angehörigenschulungsreihedauerhaft anbieten.
Projekttätigkeit 2023
Im Jahr 2023 stellten wir das Projekt sowie die Schulung „Hilfe beim Helfen“ bei mehrerenpotentiellen Netzwerkpartnern vor. Interesse bekundeten neben den regionalen AlzheimerGesellschaften, diverse Gemeinden, Städte und Beratungsstellen, die ein Unterstützungsangebotfür pflegende Angehörige aufbauen möchten. Fester Bestandteil ist die Information von neuen Mitarbeitenden aller bayerischen Fachstellen für Demenz und Pflege über das Projekt und über den Nutzen der Angehörigenschulung.
Nachhaltig erfolgreich war u. a. die Projektvorstellung bei der Programmplanungstagung des bayerischen Volkshochschulverbandes e. V. Hier konnten wir mehrere Volkshochschulen gewinnen,
die Angehörigenschulungsreihe dauerhaft in ihr Programm aufzunehmen.
Der Ausbau von Kooperationen sowie die Gewinnung neuer Netzwerkpartnerschaften zur Optimierung des Informationsflusses ist zentrales Ziel des Projektes. Nur wenn wir alle daran mitwirken dieses wertvolle Angebot weiterzutragen, findet Unterstützung da statt, wo sie benötigtwird.
Durch die AOK-Rahmenvereinbarung mit dem Landesverband und die Entwicklung einer interaktiven Landkarte für die Angehörigenschulung, einzusehen auf der Internetseite des
Landesverbandes https://www.alzheimer-bayern.de/leben-mit-demenz/interaktive-karte, kam es zu einem deutlichen Anstieg von ca. 65% des niedrigschwelligen Angebotes der
Angehörigenschulungen in Bayern, gerade im ländlichen Bereich. Dies bewerten wir als großen Erfolg dieses Projektes. Auf der interaktiven Landkarte sind die Netzwerkpartnerschaften platziert,
die mindestes einmal pro Jahr die Angehörigenschulungsreihe dauerhaft anbieten.
Projekttätigkeit 2022
Im Jahr 2022 stellten wir das Projekt sowie die Schulung „Hilfe beim Helfen“ bei mehreren potentiellen Netzwerkpartnern vor. Interesse bekundeten neben den regionalen Alzheimer
Gesellschaften, diverse Gemeinden, Städte und Beratungsstellen, die ein Unterstützungsangebot für pflegende Angehörige aufbauen möchten. Erfolgreich war u. a. die Projektvorstellung bei der
Programmplanungstagung des bayerischen Volkshochschulverbandes e. V. Hier konnten wirmehrere Volkshochschulen gewinnen, die Angehörigenschulungsreihe dauerhaft in ihr Programm
aufzunehmen.Der Ausbau von Kooperationen sowie die Gewinnung neuer Netzwerkpartnerschaften zur Optimierung des Informationsflusses im Hinblick auf das hilfreiche Angebot der Angehörigenschulung ist zentrales Ziel des Projektes. Nur wenn wir alle daran mitwirken dieses wertvolle Angebot weiterzutragen, findet Unterstützung da statt, wo sie gebraucht wird.Der Landesverband und die regionalen Alzheimer Gesellschaften in Bayern freuen sich sehr, dass wir die AOK Bayern – DieGesundheitskasse in 2022 als wichtigen Partner für die Angehörigenschulung „Hilfe beim Helfen“
und der individuellen häuslichen Schulung gewinnen konnten. Die geschlosseneRahmenvereinbarung wird zu einem Zugewinn für die pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz führen, zumindest ist dies unser Wunsch.
Der Schwerpunkt des Projektes in 2022 war neben der Ausgestaltung der Rahmenvereinbarung, die Entwicklung einer interaktiven Landkarte für die Angehörigenschulungen, einzusehen auf der
Internetseite des Landesverbandes Deutsche Alzheimer Gesellschaft Landesverband Bayern (alzheimer-bayern.de). Netzwerkpartnerschaften, die mindestes einmal pro Jahr die Angehörigenschulungsreihe dauerhaft anbieten, können auf der Landkarte aufgenommen.
Projekttätigkeit 2021
Der Schwerpunkt des Projektes in 2021 war der Ausbau von Kooperationen mit den Krankenkassensowie die Gewinnung neuer Netzwerkpartnerschaften zur Optimierung des Informationsflusses im
Hinblick auf das hilfreiche Angebot der Angehörigenschulung. Nur wenn wir alle daran mitwirkendieses wertvolle Angebot weiterzutragen, findet Unterstützung da statt, wo sie gebraucht wird.
Wie bereits unter dem TOP Schulungen und Fortbildungen auf der Seite 10 dargestellt, freuen wiruns und die regionalen Alzheimer in Bayern sehr, dass wir die AOK Bayern – Die Gesundheitskassenals wichtigen Partner für die Angehörigenschulung „Hilfe beim Helfen“ und der häuslichen Schulung gewinnen konnten. Die geschlossene Rahmenvereinbarung wird zu einem Zugewinn für die
pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz führen, zumindest ist dies unser Wunsch.
Ebenso sind bereits erste Kontakte zu den Kirchen in Bayern geknüpft und eine stärkere Zusammenarbeit mit der VHS in Bayern in Planung.
Projektvorhaben 2020
Die in 2019 angestoßenen Prozesse, Projektziele, Netzwerke und Aktivitäten möchten wir in 2020 intensivieren und erweitern durch folgende Maßnahmen:
- Information für Ärzte und das medizinische System
Der Landesverband sieht es als Erfordernis an, die Beratung mit der Bayerischen Landesärztekammer und Kassenärztlichen Vereinigung Bayern über den Zugang zum medizinischen System zu vertiefen, insbesondere im Hinblick auf die Erstkontakte mit den Ärztlichen Kreisverbänden. - Schulung Medizinischen Fachangestellten an bayerischen Berufsfachschulen
In 2020 will der Landesverband weitere Berufsfachschulen für sein Projekt gewinnen. Die Medizinischen Fachangestellten spielen eine wichtige Rolle im Prozess der Früherkennung und Informationsübermittlung an Menschen mit Demenz, Angehörige und Ärzte. Frühzeitiger Wissenstransfers im Hinblick auf das Schulungsangebot "Hilfe beim Helfen", Unterstützungs- und Entlastungsangebote, Ansprechpartner vor Ort, etc. kann zu einer Verbesserung der Lebensqualität von Betroffenen und Begleitenden beitragen und den Pflegealltag erleichtern. - Implementierung von Fortbildungen für Medizinische Fachangestellte z. B. über Verband für Medizinische Fachberufe
- Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Krankenkassen
Der Landesverband sieht die Krankenkassen in Bayern als wertvolle potentielle Partner in der Organisation von Angehörigenschulungen an. Ziel ist es, pflegende Angehörige, besonders in ländlichen Regionen Bayerns, frühzeitig zu erreichen und auf die Schulung "Hilfe beim Helfen" aufmerksam zu machen. So kann frühzeitig Hilfe und Unterstützung dort ankommen, wo sie gebraucht wird. - Ausbau und Gewinnung weiterer Netzwerkpartner in Zusammenarbeit mit den regionalen Alzheimer Gesellschaften in Bayern
Projektergebnisse 2019
In 2019 haben wir mit dem Projekt "Kompetenzentwicklung Demenz für pflegende Angehörige" bereits Vieles erreichen und anstoßen können.
- Entwicklung und Ausarbeitung von Schulungsunterlagen für Medizinische Fachangestellte bayerischer Berufsfachschulen.
- Durchführung von Vorträgen an 6 Berufsschulen in 12 Klassen. Die Medizinischen Fachangestellten wurden über das Krankheitsbild Demenz und Alzheimer, den Umgang mit Menschen mit Demenz in der Arztpraxis inklusive der Inhalte des Schulungsprogramms "Hilfe beim Helfen" geschult und informiert. Ebenso erhielten Sie Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten vor Ort.
- Der Landesverband konnte das Interesse an einer Zusammenarbeit mit mehreren Partnern auf Landesebenen wecken, unter anderem der Volkshochschulverband Bayern, die Seniorenakademie Bayern, Landratsämter, Tagespflegen, Ambulante Dienste, Stationäre Pflegeeinrichtungen, die die Absicht haben das Angebot des Landesverbandes auf kommunaler Ebene strukturell anzubieten und durchzuführen. Unserer besonderer Dank gilt unseren Mitgliedsorganisationen, den regionalen Alzheimer Gesellschaften in Bayern, die seit vielen Jahren selbst Angehörigenschulungen in ihrer Region durchführen bzw. den Landesverband im Auf- und Ausbau des bayernweiten Netzwerkes tatkräftig unterstützen.
- Kontaktaufnahme bezüglich Rahmenvereinbarungen mit weiteren Kassen. Aktuelle Förderung der Schulung erfolgt über die BARMER, Knappschaft Krankenversicherung und KKH. Herzlichen Dank für die wertvolle Unterstützung!
- Erstgespräche mit dem GKV-Spitzenverband über unser Anliegen.

