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Deutsche Alzheimer Gesellschaft
Landesverband Bayern e. V.
Selbsthilfe Demenz
Frauentorgraben 73
90443 Nürnberg

Telefon: 0911 - 44 66 784
Telefax: 0911 - 27 23 501

E-Mail:
info@alzheimer-bayern.de

 

Über uns

 

Was sind Alzheimer Gesellschaften?

Alzheimer Gesellschaften in Bayern

Der Landesverband Bayern

 

 

 

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Aktuelle Projekte:

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Bayernweites Modellprojekt
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Bayernweites Modellprojekt "SPORT UND BEWEGUNG TROTZ(T) DEMENZ"
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Bayernweites Projekt
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PROJEKTKOFFER“

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letzte Aktualisierung
02.12.2016

Was sind Alzheimer Gesellschaften?

In den 80er Jahren schlossen sich an einzelnen Orten in Deutschland Angehörige von Menschen mit Demenz zu Selbsthilfegruppen zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen und die Situation für die Betroffenen zu verbessern. Heute ist ein breites Netzwerk von Alzheimer Gesellschaften (Bundesverband/Landesverbände und lokale Alzheimer Gesellschaften) entstanden.

Regional tätige Alzheimer Gesellschaften in Bayern haben im Jahr 1996 den Landesverband gegründet. Mit dem Landesverband arbeiten 28 regionale Alzheimer Gesellschaften und Selbsthilfegruppen (SHG) daran, die Situation von Demenzkranken und ihren Familien zu verbessern.

Aufgrund unserer Geschichte und in unserem praktischen Tun verstehen wir uns als Selbsthilfeorganisationen. Wir sind unabhängig, neutral und stellen die Interessen von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen in den Mittelpunkt. Unser Ziel ist es, Betroffene zu stärken, deren Lebensqualität zu erhalten, flächendeckende individuelle Hilfen aufzubauen und Verständnis in der Gesellschaft zu entwickeln.

 


Alzheimer Gesellschaften in Bayern

In Bayern sind 28 regionale Alzheimer Gesellschaften und Alzheimer Selbsthilfegruppen (SHG) tätig. Deren Kernaufgaben bestehen in der Beratung und Entlastung von Angehörigen, in der Entwicklung regionaler Hilfen für Menschen mit Demenz und in der kommunalen Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus nehmen Alzheimer Gesellschaften/ und -Selbsthilfegruppen weitere vielfältige Aufgaben wahr: Urlaubsangebote für Menschen mit Demenz, Beteiligung an Projekten wie Demenz im Krankenhaus, Tanzcafés oder kulturelle Veranstaltungen. Sowohl in der Vereinsführung als auch in der Umsetzung der Beratungs- und Betreuungsangebote werden die Alzheimer Gesellschaften in der Regel durch engagierte ehrenamtliche Mitarbeiter unterstützt.

Regionale Alzheimer Gesellschaften und SHG: Kontakt und Angebote

 

 


Der Landesverband Bayern

Der Landesverband sieht seine Aufgaben darin, seine Mitglieder in ihren Aufgaben zu unterstützen, politisch zu vertreten und auf Landesebene Initiativen und Hilfen für Menschen mit Demenz und deren Angehörige zu entwickeln.

Aufgaben

Um die genannten Ziele zu erreichen,

  • leisten wir Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit und führen zusammen mit den regionalen Alzheimer Gesellschaften bayernweite Informationsveranstaltungen durch.

  • beraten wir pflegende Angehörige, Initiativen und Organisationen.

  • bilden wir Fach- und Hilfskräfte, Ehrenamtliche und Angehörige weiter, die in Kontakt mit Menschen mit Demenz stehen und schulen Personen im öffentlichen Raum.

  • arbeiten wir an der Vernetzung von Initiativen, Organisationen und an der Verbesserung von Versorgungsstrukturen auf Landes- und kommunaler Ebene mit.

  • regen wir gesundheits- und sozialpolitische Initiativen an und initiieren bayernweite Projekte wie Demenz im Krankenhaus, Sport und Bewegung trotz(t) Demenz oder Demenz in der Kommune.

  • initiieren, fördern und unterstützen wir die Gründung von regionalen Alzheimer Gesellschaften und Alzheimer-Selbsthilfegruppen und kooperieren mit Initiativen und anderen Landesverbänden.

  • vertreten wir die Anliegen von Menschen mit Demenz, der pflegenden Angehörigen, unserer Mitglieder im Landespflegeausschuss und im Bundesverband der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V., Berlin.

  • wirken wir an der Ausgestaltung von Verordnungen auf Landesebene mit.

Satzung

Satzung

Deutsche Alzheimer Gesellschaft Landesverband Bayern e. V. Selbsthilfe Demenz

§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr des Vereins

(1) Der Verein trägt den Namen Deutsche Alzheimer Gesellschaft - Landesverband Bayern- Er ist der Landesverband der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V.
(2) Er führt nach Eintragung in das Vereinsregister den Namenszusatz „eingetragener Ver- ein“, abgekürzt „e. V.“.
(3) Er hat seinen Sitz in Nürnberg.
(4) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck des Vereins

(1) Der Verein ist der Landesverband der in Bayern tätigen regionalen Alzheimer Gesellschaften und Alzheimer-Selbsthilfegruppen.
(2) Er entwickelt und fördert Hilfen für alle von der Alzheimer-Krankheit oder von anderen Demenzerkrankungen direkt oder indirekt betroffenen Menschen.

§ 3 Aufgaben des Vereins

(1) Der Verein bemüht sich darum, den Informationsstand und das Problembewusstsein bezüglich der Alzheimer-Krankheit und ähnlicher Leiden, sowie das Verständnis und die Hilfsbereitschaft gegenüber den direkt oder indirekt Betroffenen in der Öffentlichkeit, in Fachkreisen sowie bei den politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsträgern zu mehren.
(2) In Zusammenarbeit mit den regionalen Mitgliedsverbänden fördert und unterstützt er insbesondere

  • die Zusammenarbeit der Alzheimer Gesellschaften und Alzheimer-Selbsthilfe-Initiativen
  • die Gründung von regionalen Alzheimer Gesellschaften und Angehörigen-Gruppen
  • den Aufbau von Informations- und Beratungsstellen
(3) Der Verein initiiert und unterstützt die fachliche Fort- und Weiterbildung aller Berufsgruppen, die an der Behandlung, Pflege, Betreuung und Rehabilitation von Patienten mit Alzheimer-Krankheit oder ähnlichen Leiden beteiligt sind.
(4) Der Verein unterstützt nach Möglichkeit wissenschaftliche Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Alzheimer-Krankheit und ähnlicher Leiden.

§ 4 Gemeinnützigkeit

(1) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.
(2) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
(3) Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
(4) Die Mitglieder dürfen bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung des Vereins keine Anteile des Vereinsvermögens erhalten.
(5) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergünstigungen begünstigt werden.
(6) Vereinsämter werden grundsätzlich ehrenamtlich ausgeübt. Bei Bedarf können Vereinsämter im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten entgeltlich auf der Grundlage eines Dienstvertrages oder gegen Zahlung einer Aufwandsentschädigung nach § 3 Nr. 26a EStG ("Ehrenamtspauschale") ausgeübt werden. Der Anspruch auf&xnbsp; Erstattung der Aufwendungen nach § 670 BGB&xnbsp; bleibt davon unberührt.
(7) Der Verein ist parteipolitisch und konfessionell neutral.

§ 5 Mitgliedschaft

(1) Als ordentliche Mitglieder können alle örtlichen und regionalen Alzheimer Gesellschaften sowie Alzheimer-Selbsthilfegruppen dem Verein beitreten, die

  • die Rechtsform eines eingetragenen Vereins haben,
  • als mildtätig und gemeinnützig anerkannt sind,
  • grundsätzlich allen Personen offen stehen,
  • die im § 2 Abs. 2, und den §§ 3 und 4 genannten Ziele unterstützen,
  • die „Leitsätze der Deutschen Alzheimer Gesellschaft für die Zusammenarbeit mit Personen öffentlichen und privaten Rechts – Wirtschaftsunternehmen und Organisationen, insbesondere mit Unternehmen der pharmazeutischen Industrie“ schriftlich akzeptiert haben,
  • die sich verpflichten, die Vereinsarbeit nach Maßgabe der „Leitsätze zur Qualität der Arbeit der Alzheimer-Gesellschaften“ zu leisten.

(2) Als fördernde Mitglieder können natürliche oder juristische Personen aufgenommen werden, die den Zweck und die Aufgaben des Vereins, ideell oder materiell fördern. Sie haben kein Stimmrecht.
(3) Über Anträge auf Erwerb der Mitgliedschaft entscheidet der Vorstand.
(4) Der Austritt ist nur zum Ende des laufenden Geschäftsjahres möglich. Er ist dem Vorstand spätestens einen Monat vor Ende des Geschäftsjahres schriftlich zu erklären.
(5) Wenn ein Mitglied gegen Ziele und Interessen des Vereins grob verstoßen hat, kann es durch den Vorstand aus dem Verein ausgeschlossen werden. Der Beschluss ist mit Gründen zu versehen und dem Mitglied schriftlich bekanntzugeben. Gegen den Ausschließungsbeschluss kann das betroffene Mitglied innerhalb eines Monats Einspruch zur nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung erheben; diese entscheidet endgültig.
(6) Die Mitgliedschaft endet bei natürlichen Personen durch Austritt, Ausschluss oder Tod, bei juristischen Personen durch Austritt, Auflösung oder Erlöschung.

§ 6 Mitgliedsbeitrag

Die Mitgliederversammlung setzt den jährlichen Mitgliedsbeitrag fest. Die Staffelung der Mitgliedsbeiträge richtet sich nach der Rechtsform der Mitgliedschaft.

§ 7 Organe des Vereins

  • die Mitgliederversammlung (§ 8)
  • der Vorstand (§ 9)
  • fachlicher Beirat (§ 12)
  • die Arbeitsausschüsse (§ 14)

§ 8 Die Mitgliederversammlung

(1) Die Mitgliederversammlung ist das oberste Beschlußorgan des Vereins. Sie hat folgende Aufgaben:
  • Wahl des Vorstandes
  • Wahl zweier Rechnungsprüfer, die dem Vorstand nicht angehören dürfen
  • Wahl von Delegierten für die Delegiertenversammlung der Deutschen Alzheimer
  • Gesellschaft e.V.
  • Beschlussfassung über den Haushalt des Vereins
  • Entgegennahme des Jahresberichts und des Berichts der Rechnungsprüfer
  • Entlastung des Vorstandes
  • Festsetzung der Höhe der Mitgliedsbeiträge
  • Bildung von Arbeitsausschüssen
  • Beschlussfassung über Satzungsänderungen
  • Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins
(2) Die Mitgliederversammlung wird von der / dem 1. Vorsitzenden oder im Falle ihrer / seiner Verhinderung von ihrer / seiner Stellvertreter/in mindestens einmal jährlich schriftlich unter Angabe der Tagesordnung und Einhaltung einer Frist von mindestens vier Wochen einberufen und von ihr / ihm geleitet. Dringlichkeitsanträge können auch nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt werden. (3) Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind auf Beschluss des Vorstandes, der einer Mehrheit von Zweidrittel der Vorstandsmitglieder bedarf, oder auf Verlangen von mindestens einem Drittel der Mitglieder innerhalb von zwei Monaten einzuberufen. Die Einladung ist unter Angabe der Tagesordnung mindestens einen Monat vor der Mitgliederversammlung abzusenden. (4) Soweit die Satzung nichts anderes bestimmt, ist jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung beschlussfähig. Die Versammlung beschließt mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

§ 9 Der Vorstand

(1) Die Mitgliederversammlung wählt jeweils auf die Dauer von zwei Jahren einen Vorstand. Dem Vorstand sollen Angehörige, professionelle und ehrenamtliche Betreuer, Fachleute sowie fachlich interessierte Personen angehören. Der Vorstand besteht aus
  • dem / der Vorsitzenden
  • einem / einer Stellvertreter/in
  • dem / der Schatzmeister/in
Der Vorstand kann weitere Beisitzer kooptieren. Die Mitgliederversammlung wählt ebenfalls für die Dauer von zwei Jahren zwei Rechnungsprüfer/innen. (2) Vorstand im Sinne des § 26 Abs. 2 BGB sind der / die Vorsitzende und sein / seine Stellvertreter/in. (3) Der Vorstand bleibt über die Dauer von zwei Jahren hinaus bis zur Wahl des neuen Vorstandes im Amt. (4) Das Amt eines Vorstandsmitgliedes endet durch Rücktritt oder mit dem Ausscheiden aus dem Verein. Tritt ein Vorstandsmitglied zurück oder scheidet aus sonstigen Gründen aus, so wird durch den verbleibenden Vorstand ein/ eine Vertreter/in bis zur nächsten Mitgliederversammlung bestimmt.

§ 10 Niederschrift

Über die Wahlergebnisse und die Beschlüsse der Mitgliederversammlung und des Vorstandes sind Niederschriften zu fertigen und vom Versammlungsleiter und dem Schriftführer zu unterzeichnen.

§ 11 Geschäftsführung

(1) Die Geschäftsführung obliegt dem Vorstand, der sich eine eigene Geschäftsordnung gibt. Er führt die Beschlüsse der Mitgliederversammlung aus. Er kann einzelne Mitglieder seines Gremiums, des Vereins und der Beiräte mit besonderen Aufgaben betrauen. (2) Der Vorstand kann eine/n Geschäftsführer/in bestellen. (3) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der/des Vorsitzenden. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind. (4) Beschlüsse des Vorstandes können bei Eilbedürftigkeit auch schriftlich gefasst werden, wenn alle Vorstandsmitglieder ihre Zustimmung zu dem Verfahren schriftlich oder fernmündlich erklären. Die schriftliche Zustimmung ist unverzüglich einzuholen; § 10 gilt entsprechend.

§ 12 Fachlicher Beirat

Der fachliche Beirat berät den Vorstand bei Entscheidungen, die besondere fachliche Kompetenz erfordern. Er besteht aus bis zu zwanzig Mitgliedern, die vom Vorstand berufen werden.

§ 13 Schirmherrschaft

Für die Schirmherrschaft soll eine geeignete Persönlichkeit des öffentlichen Lebens gewonnen werden, die bereit ist, den Verein bei der Verwirklichung zu unterstützen. Über die Berufung entscheidet der Vorstand.

§ 14 Arbeitsausschüsse

Der Verein soll Arbeitsausschüsse einsetzen, die den Vorstand bei der Durchführung der Aufgaben des Vereins unterstützen. Die Mitglieder der Arbeitsausschüsse werden vom Vorstand berufen; das Vorschlagsrecht liegt bei den örtlichen und regionalen Alzheimer Gesellschaften.

§ 15 Auflösung des Vereins

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vermögen des Vereins an die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V., die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke im Sinne von § 2 und § 3 dieser Satzung zu verwenden hat. Die Liquidation ist Sache des Vorstandes.

Letzte aktualisierte Beschlussfassung 13.03.2015

Jahresbericht 2015

Jahresbericht 2015

Deutsche Alzheimer Gesellschaft Landesverband Bayern e. V. Selbsthilfe Demenz

  • 1. Geschäftsstelle

    • 1.1. Mitarbeiter und Aufgaben

    • 1.2. Vorstandsarbeit

    • 1.3. Referenten

  • 2. Verbandsarbeit

    • 2.1. Mitglieder

    • 2.2. Bereiche der Verbandsarbeit

    • 2.3. Zusammenarbeit mit Mitgliedern

  • 3. Schulungen und Fortbildungen

    • 3.1. Nicht geförderte Fortbildungen

    • 3.2. Helferkreisschulungen

    • 3.3. Qualifizierungskonzept Gerontopsychiatrie (GQ)

    • 3.4. Angehörigenschulungen

    • 3.5. Basis-Qualifikation Betreuung (BET)

  • 4. Projekte

    • 4.1. Informationstage

    • 4.2. Menschen mit Demenz im Krankenhaus

    • 4.3. Sport und Bewegung trotz(t) Demenz

    • 4.4. Projekt Demenz in der Kommune

  • 5. Fazit und Ausblick

  • 6. Haushaltsabschluss 2015

  • 7. Haushaltsplanung 2016

1. Geschäftsstelle

1.1. Mitarbeiter und Aufgaben

Durch die schwere Erkrankung einer langjährigen Mitarbeiterin war das Jahr 2015 ein nicht ganz leichtes Jahr für den Landesverband. Zwar konnte sehr schnell ab November 2014 eine neue Mitarbeiterin als Krankheitsvertretung eingestellt werden, dennoch konnte es nicht vollständig gelingen diesen Ausfall zu kompensieren und alle notwendigen Aufgaben gut wahrzunehmen. So konnte die Homepage nicht im vollen Umfang aktualisiert und gepflegt werden, ebenso konnte die Fortbildungsakquise nicht so wie in den Jahren zuvor erfolgen. Vor allem blieben weniger Ressourcen für die Weiterentwicklung neuer Aufgaben.

In der Geschäftsstelle waren 2015 drei Angestellte tätig: eine Verwaltungskraft mit 70% einer Vollzeitstelle (Schwerpunkt Fortbildungsmanagement, Telefonische Beratung bzw. Weiterleitung), Fachkraft mit 90% einer Vollzeitstelle (Schwerpunkte Referententätigkeit, Projektleitung Demenz in der Kommune, und ebenso Beratungstätigkeit) und Fachkraft mit 100% einer Vollzeitstelle (Schwerpunkte Referententätigkeit, Projektleitung im Rahmen Demenz im Krankenhaus und Sport und Bewegung trotz(t) Demenz, Geschäftsführung und Beratungsaufgaben).

Nach Rückkehr der erkrankten Mitarbeiterin(April 2016) und nach deren Wiedereingliederung wird nach Abstimmung mit dem Vorstand die Personalplanung für 2016 wie folgt gestaltet:

  • 100% Stelle (Referententätigkeit, Projektleitung im Rahmen Demenz im Krankenhaus und Sport und Bewegung trotz(t) Demenz und Geschäftsführung)

  • 100% Stelle (Fortbildungsmanagement, Unterstützung der Geschäftsführung z.B. bei Anträgen/Verwendungsnachweisen, Projektmanagement, Zusammenarbeit mit den Mitgliedern, Außendarstellung)

  • 80% Stelle (Referententätigkeit und Projektleitung Demenz in der Kommune)

  • 50% Stelle (Fortbildungsmanagement, Verwaltungstätigkeiten)

Neben diesen Schwerpunkten sind alle MitarbeiterInnen mit unterschiedlichen Aufgaben bei der Beratung und der Beantwortung von Anfragen durch Einzelpersonen oder Organisationen tätig.

Damit stehen 5.800 Arbeitsstunden pro Jahr zur Verfügung (2015 waren es etwa 4.600 Stunden). Mit dieser Personalveränderung wird eine Neugliederung der Aufgabenbereiche erfolgen. Ziel dieser ist es neue Aufgaben anzugehen und Ressourcen zu schaffen für: die Stärkung der Verbandsarbeit und eine intensivere politische Vertretung der Selbsthilfe in Bayern im Bereich Demenz eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Mitgliedsorganisationen und deren Unterstützung eine verbesserte Präsenz und Außendarstellung des Landesverbandes und der regionalen Alzheimer Gesellschaften die Weiter- Neuentwicklung von Projekten, sowie der Schulungsangebote und eine Verbesserung der inneren Abläufe

Zu dieser „Neuorientierung“ beitragen kann auch der im April 2016 notwendige Umzug der Geschäftsstelle (der Vermieter hat uns wegen Eigenbedarf gekündigt). Neue Räumlichkeiten konnten wir als Untermieter bei XIT GmbH (tätig im Bereich Sozialforschung) am Frauentorgraben 73, 90443 Nürnberg finden. Mit zwei Büroräumen (bisher nur einer) werden wir dem Stellenzuwachs gerecht. Weiterhin gibt es mit dem Vermieter eine Zusammenarbeit bei der Nutzung verschiedener Besprechungsräumen. Möglicherweise ergibt sich perspektivisch auch eine inhaltliche Zusammenarbeit.

1.2. Vorstandsarbeit

Im Jahr 2015 wurden 4 Vorstandssitzungen durchgeführt an denen Frau Schunk, Frau Löhner, Frau Broda, Herr Mückschel, Herr Teschauer, Herr Matlachowski und Herr Wagner als Geschäftsführer teilnahmen. Neben den Regelaufgaben wie die Information des Vorstandes durch die Geschäftsführung, Entscheidungen mit großer Tragweite (finanziell und konzeptionell), grundlegende Weichenstellungen und Festlegung der strategischen Entwicklung, stand vor allem die Aufgabe Zusammenarbeit mit den Mitgliedsorganisationen im Mittelpunkt.

1.3. Referentinnen

Neben den angestellten MitarbeiterInnen sind im Rahmen der Schulungen noch etwa 25 Referenten und Referentinnen als Honorarkräfte in unterschiedlichem Ausmaß in den Schulungen des Landesverbandes tätig. In 2015 wurden von diesen insgesamt 2.319 Fortbildungseinheiten erbracht. Kriterien der Auswahl sind Kompetenz und Qualifikation (z.B. Erfüllung der Kriterien des AVSG), regionale Nähe, Teilnehmer Feedbacks und die Qualität der Zusammenarbeit mit dem Landesverband.

2. Verbandsarbeit

2.1. Mitglieder

Der Landesverband unterscheidet in seiner Satzung ordentliche Mitglieder und Fördermitglieder. Als ordentliche, stimmberechtigte Mitglieder können nur Alzheimer Gesellschaften sowie Alzheimer Selbsthilfegruppen dem Verein beitreten. Fördermitglieder, die nicht stimmberechtigt sind, unterstützen die Vereinsarbeit ideell und durch ihren Mitgliedsbeitrag. Alle ordentlichen Mitglieder sind rechtlich selbständige Organisationen, die an gleichen Zielen arbeiten. Um dies zu gewährleisten können nur Alzheimer Gesellschaften aufgenommen werden, die bestimmte Qualitätskriterien aller Alzheimer Gesellschaften erfüllen. Dazu gehört, dass diese sich eine Mustersatzung geben, die für alle Alzheimer Gesellschaften bundesweit in wesentlichen Punkten identisch ist. Ein weiteres Aufnahmekriterien für ordentliche Mitglieder ist, dass sie die „Leitsätze der Deutschen Alzheimer Gesellschaft für die Zusammenarbeit mit Personen öffentlichen und privaten Rechts“ und die „Leitsätze zur Qualität der Arbeit der Alzheimer Gesellschaften“ akzeptieren. Damit soll gewährleistet werden, dass Alzheimer Gesellschaften ein klares, gemeinsames Profil zeigen. Die Situation der regionalen Alzheimer Gesellschaften ist sehr heterogen: es gibt rein ehrenamtlich geführte Vereine, die teilweise vom Engagement einzelner Personen leben, und es gibt mit mehreren Angestellten geführte Vereine. Es gibt keine Standardfinanzierung, und die Entwicklung bestimmter Angebote ist mit immer mehr Hürden verbunden. Die Aufgaben der jeweiligen regionalen Gesellschaften ist ebenfalls sehr heterogen: fast alle nehmen die Kernaufgaben Beratung von Angehörigen, sowie Öffentlichkeitsarbeit wahr. Ein großer Teil der Gesellschaften ist auch Träger niedrigschwelliger Betreuungsangebote (Angehörigengruppen, Helferkreis und Betreuungsgruppen). Ein Teil der Gesellschaften hat eigene lokale Projekte (z.B. Demenz in der Kommune). Manche sind im Bereich der Initiierung von ambulant betreuten Wohngemeinschaften aktiv, wenige Gesellschaften sind Träger anerkannter professioneller Beratungsstellen. Alle Alzheimer Gesellschaften zeichnen sich dadurch aus, dass viele Stunden durch ehrenamtliches Engagement erbracht werden.

Dies zeigt, dass der Unterstützungsbedarf sehr unterschiedlich ist. Politisch wäre es sicher sinnvoll, wenn es in Bayern mehr, in allen Regionen auftretende Alzheimer Gesellschaften gäbe, doch dazu braucht es Personen, die die Initiative ergreifen, und auch bereit sind Verantwortung in der Vereinsführung zu übernehmen. Im Jahr 2015 ist lediglich im Landkreis Kelheim eine ernsthafte Initiative entstanden, die in mehreren Sitzungen von einem Vertreter des Vorstandes und dem Geschäftsführer des Landesverbandes beraten und unterstützt wurde. Es ist zu wünschen, dass daraus eine Alzheimer Gesellschaft entsteht.

Der Landesverband hat es sich zur Aufgabe gemacht in Zukunft noch mehr gemeinsam mit den Mitgliedsorganisationen zusammenzuarbeiten, konkrete Hilfen zu entwickeln und die politische Bedeutung der Selbsthilfeorganisationen zu stärken. Da zunehmend unterschiedliche Akteure im Feld auftreten wird es umso bedeutender ein gemeinsames Profil zu entwickeln und nach außen zu vertreten.

Wie die folgende Übersicht zeigt, hat sich die Zahl der ordentlichen Mitglieder gegenüber 2015 nicht verändert. Die Anzahl der Fördermitglieder hat sich trotz Ausscheidens zweier Fördermitglieder erhöht. Die Gesamtzahl der von den Mitgliedsorganisationen vertretenen Mitglieder beläuft sich auf mehr als 12.000 Einzelpersonen.

Regierungsbezirk Ordentliche Mitglieder Fördermitglieder
2015 2014 2013 2012 2015 2014 2013 2012
Mittelfranken 8 8 8 8 23 22 20 18
Niederbayern 3 3 3 4 6 6 6 4
Oberbayern 11 11 10 9 16 17 16 13
Oberfranken 6 6 6 5 9 8 7 7
Oberpfalz 1 1 1 1 5 5 5 7
Unterfranken 2 2 2 2 7 6 5 6
Schwaben 7 7 6 6 6 6 5 5
Mitglieder Bayern 38 38 36 35 72 70 64 60
Österreich 1 1 1 1
Mitglieder Gesamt 38 38 36 35 73 71 65 61

2.2. Bereiche der Verbandsarbeit

Die Verbandsarbeit umfasst einen nicht unwesentlichen Anteil in der Arbeit des Landesverbandes und gliedert sich in folgende Bereiche:

  • die Entgegennahme und Bearbeitung bayernweiter Anfragen durch Einzelpersonen, Initiativen und Organisationen, die beim Landesverband telefonisch oder elektronisch eingehen. Zum Teil werden die Anfragen selbst von MitarbeiterInnen des Landesverbandes erledigt (Beratung, Information und Zusendung von weiterführenden Materialien), zum Teil werden die Anfragenden an regionale Alzheimer Gesellschaften, Beratungsstellen oder andere regional vorhandene Hilfen vermittelt.

  • die Präsenz des Landesverbandes in der Öffentlichkeit. Dies reicht von der Gestaltung der Homepage bis zur Abhaltung von Vorträgen, die Teilnahme an Treffen von Initiativen, als auch Vor-Ort-Besuche bei Initiatoren, sowie die Teilnahme an Gremien des Gesundheits- und Pflegebereiches.

  • die Zusammenarbeit mit den Mitgliedsorganisationen, die gemeinsame Profilentwicklung der Alzheimer Gesellschaften, die inhaltliche Auseinandersetzung mit aktuellen Themen und Veränderungen, die Entwicklung von Hilfen und Positionen, und die konkreten Kontakte per Mail oder per Telefon

  • die Entwicklung von Hilfen für alle von der Alzheimer-Krankheit oder von anderen Demenzerkrankungen direkt oder indirekt betroffenen Menschen. Hierzu zählen u.a. die Entwicklung von bayernweiten Projekten und auch die Schullung von Menschen, die in Kontakt mit den erkrankten Menschen stehen (Angehörige, MitarbeiterInnen der Alten- und Gesundheitspflege, sowie BürgerInnen/Personen im öffentlichen Raum).

Im Folgenden eine (nicht vollständige) Übersicht über Aktivitäten des Landesverbandes (Mitarbeiter und Vorstand) in den oben genannten Bereichen:

Bearbeitung Anfragen, Beratung, Weiterleitung an andere regionale Hilfen

  • Bearbeitung von etwa 4.500 Mails (eingehende und ausgehende) im Jahr 2015, die nicht nur diesen Bereich betreffen, aber eben auch Anfragen von Personen und Organisationen einschließen, die irgendetwas im Themenfeld Demenz vom Landesverband wissen wollen,

  • Entgegennahme, und sofortige oder nachgehende Beantwortung telefonischer Anfragen, die in der Geschäftsstelle eingehen, inclusive Erarbeitung und Zusammenstellung der nachgefragten Informationen,

  • die Themen der Beratung sind sehr unterschiedlich: Sorgen von Menschen, dass sie selbst eine Demenzerkrankung haben, Beratung von Angehörigen, die wissen möchten was sie denn jetzt tun sollen, Suche nach Hilfen zur diagnostischen Klärung, nach Ärzten, nach Pflegeinrichtungen, nach niedrigschwelligen Betreuungsangeboten etc. Neben diesen Anfragen von „Betroffenen“ geht es bei den Anfragen von Initiativen, Vereinen und Organisationen um die Beratung zu bestimmten Projekten, um gesetzliche Grundlagen und Bestimmungen, um Möglichkeiten der Förderung und die Vermittlung zu weiterführenden Stellen, Behörden und Ansprechpartnern. Ein weiteres Thema sind Beratungen zum Thema Urlaub für Demenzerkrankte und deren Angehörige durch Initiativen und durch Einzelpersonen. Einen nicht unwesentlichen Anteil nehmen auch Fragen zur Kooperation ein.

  • Selbst wenn ein Teil der Anfragenden „lediglich“ an regionale Hilfen oder die richtige Stelle weitergeleitet werden, so wird doch ein Teil der Anfragen von MitarbeiterInnen des Landesverbandes selbst beantwortet. Dies ist zum Teil mit Recherchen und mit der Zusammenstellung von Infomaterial und dessen Zusendung verbunden. Insgesamt nimmt dieser Bereich einen großen Teil der Arbeitszeit der MitarbeiterInnen ein.

Öffentlichkeitsarbeit, Mitarbeit in Gremien, Vorträge, Sonstiges

  • Besprechungen Wanderausstellung Demenz (interministerielle Arbeitsgruppe), sowie Zusendung von Material zu deren Gestaltung, Klärung Eröffnungsveranstaltung Wanderausstellung mit regionalen Alzheimer Gesellschaften, Vermittlung und Klärung Broschüre „Demenz-Das Wichtigste“, welches als bayernweites Begleitheft eingesetzt wird

  • Teilnahme an der Sitzung zur Novellierung der AVSG im Gesundheitsministerium

  • Teilnahme an zwei Sitzungen des Landespflegeausschuss

  • Bearbeitung von Informationen des StMGP wie z.B. Verordnungen AVSG, Verwaltungsvorschrift, Beantwortung dieser, Lesen und Bearbeiten/Weiterleiten von Newslettern (z.B. Wohnen im Alter), Erstellung von Positionen und Weiterleitung an Mitglieder

  • Kooperationstreffen mit Agentur für niedrigschwellige Betreuungsangebote, Teilnahme an Fachtagen der Agentur

  • Teilnahme am Landesverbandstreffen der Alzheimer Gesellschaften in Kassel

  • Infostand und Beteiligung auf der Landessynode der evangelischen Kirche in Bad Wörishofen, sowie am Demenztag Amberg

  • Vorträge: Demenztag, Vorträge zum Bayerischen Projekt DIK (Berlin, Potsdam, Regensburg, Nürnberg, Roth, Gunzenhausen), Beteiligung /Vorträge bei einer Tagung der Stiftung Domicilium Weyarn, Eröffnungsveranstaltung „Confetti im Kopf“ in Lindau, Vortrag für Angehörige /Fördermitglieder der Klinik Wartenberg, Vortrag beim Treffen von Wohngemeinschaften in Kaufbeuren, Vorträge bei Infotagen in Ansbach, Deggendorf, Vortrag vor Studenten der Fachhochschule Nürnberg

  • Artikel über den Landesverband im Seniorenmagazin Herbstzeitlose Raum Erlangen

  • Jurymitgliedschaft und Verleihung Bayerischer Demenzpreis

  • Entgegennahme eines Schecks im Rahmen einer Volksmusikveranstaltung in Egling/Niederbayern

Zusammenarbeit mit Mitgliedsorganisationen

  • Zusammenstellung und Versendung von Rundschreiben an die Mitgliedsorganisationen

  • Organisation der Versendung der Alzheimer Info des Bundesverbandes an die bayerischen Mitglieder

  • regelmäßige Zusammenstellung und Weiterleitung von aktuellen Informationen zu rechtlichen Grundlagen, zu Veranstaltungen und anderen Themen

  • Aktualisierung der Homepage bei Veränderungen in den Mitgliedsorganisationen, regelmäßige Aktualisierung der Mitgliederlisten

  • regelmäßige Beantwortung von Fragen und Anliegen von Mitgliedern, Telefonate mit Vertretern der Mitgliedsorganisationen zu verschiedenen Themen

  • Vorbereitung, Organisation und Durchführung von zwei Austauschtreffen in Ingolstadt, sowie einen Austausch vor der Mitgliederversammlung

  • Klärungen und Besprechungen zum Thema Zusammenarbeit mit den Mitgliedsorganisationen im Vorstand

  • Erstellung eines Bogens zur Erfassung des Profils der Mitgliedsorganisationen sowie Bearbeitung und Auswertung der Bögen

  • Teilnahme an der 10 Jahres Feier der Alzheimer Gesellschaft Hof

  • Teilnahme an verschiedenen Initiativtreffen einer potentiellen Alzheimer Gesellschaft Landkreis Kelheim, Mainburg

  • Beantragung von Mitteln für Infotage, Erstellung von Verwendungsnachweisen und Information der Mitglieder, Nachfragen/Klärungen zur Vorlage der Verwendungsnachweise durch die Mitgliedsorganisationen

  • Beantragung von Mitteln zur Schulung Ehrenamtlicher, Angehöriger, und Professioneller sowie Erstellung von Verwendungsnachweisen

Hilfen für Menschen mit Demenz entwickeln

  • Entwicklung, Konzeptionierung, Weiterentwicklung der bayernweiten Projekte, interne Absprachen und Klärungen, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung mit anderen

  • Ausarbeitung und Beantragung einer Anerkennung von Reha Angeboten bei Demenz über den Bundesverband

  • Kooperationsgespräche mit BLSV, sowie verschiedenen Bezirksverbänden des BLSV

  • Mehrere Artikel im Bayernsport des BLSV veröffentlicht

  • Kooperationsgespräche mit der Landessenioren-Vertretung Bayern

  • Kooperationsgespräche mit dem VdK Bayern, GEFA Mittelfranken, Landratsamt Günzburg, SEGA Amberg, Demenz-Support Stuttgart

  • Kooperationsgespräche Kliniken Dr. Erler und Bad Brückenau

  • Entwicklung und Weiterentwicklung von Schulungskonzepten, Zusammenstellung/ Überarbeitung von Skripten, z.B. Aktualisierung rechtlicher Grundlagen nach den verschiedenen Gesetzgebungen

Die vorangehende Übersicht zeigt, dass vielfältige Aktivitäten im Bereich der Verbandsarbeit erfolgen. Zusammen mit den Mitgliedsorganisationen, so das Ergebnis der zwei Austauschtreffen im Jahr 2015 möchten wir gemeinsam an der Präzisierung und Abstimmung dieser Aktivitäten, und an der Planung und Umsetzung folgender Themen gemeinsam arbeiten:

  • Organisation von Austauschtreffen

  • Politische Arbeit auf Landesebene und Öffentlichkeitsarbeit

  • Vermittler zwischen Bundes und Landesebene z.B. bei rechtlichen Änderungen

  • Ansprechpartner und Berater für die Mitglieder sein

  • Sprachrohr für regionale Alzheimer Gesellschaften

  • Zusammenarbeit bei Schulungen und Projekte

  • Vernetzungsmöglichkeiten

Die untenstehende Übersicht zeigt die Herkunft der Mittel für die Verbandsarbeit. Die Selbsthilfeförderung der Krankenkassen gemäß § 20 h SGB V und die Förderung als Landesbehindertenverband sind die wesentlichen Grundlagen für die oben dargestellte Verbandsarbeit.

3. Schulungen und Fortbildungen

Mit unseren Schulungen möchten wir dazu beitragen, dass Wissen und Verstehen, sowie die Kompetenz positive Begegnungen und Rahmenbedingungen zu gestalten, gefördert werden. Die Rückmeldungen zu den Schulungen - sowohl aus Sicht der TeilnehmerInnen als auch aus Sicht der Auftraggeber - sind sehr positiv.

Die Schulungs-/Fortbildungsangebote sind bis zum Jahr 2014 kontinuierlich angestiegen, im Jahr 2015 sind die durchgeführten Schulungen etwas zurückgegangen. Die Ursache des Rückganges besteht sicher auch darin, dass aufgrund der Erkrankung einer Mitarbeiterin die Akquise von Schulungen nicht ganz so intensiv betrieben werden konnte. Zu verzeichnen ist, dass vor allem die geförderten Schulungen (GQ Oberbayern und BET Schulung von MitarbeiterInnen ambulanter Dienste die in der Betreuung tätig sind), die für die Träger sehr günstig sind (400 bzw. 450 € pro Kurs mit 3-4 Tagen) eingebrochen sind. Die Nachfrage nach Angehörigenschulungen und nach Schulungen Ehrenamtlicher nahm jedoch zu.

Übersicht Fortbildungen (Anzahl Fortbildungseinheiten)
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Fobi Allgemein 173 174 412 428 495 217 410 325 324
Fobi Kliniken 24 24 84 136 122 130
Fobi Betreuung 120 216 96
Fobi Angehörige 30 87 168 131 168 187
Ehrenamtliche 792 1.048 2.424 2.272 2.440 2.376 2.328 2.504 2.568
GerontoQuali OBB/Bay 480 480 480 416 384 448 416 384 160
Gesamt 1.445 1.702 3.316 3.170 3.430 3.293 3.541 3.719 3.465

Im Jahr 2015 wurden 1.146 Fortbildungseinheiten (33,8%) von MitarbeiterInnen des Landesverbandes durchgeführt, 2.319 Fortbildungseinheiten (66,2%) von externen Referenten und Referentinnen).

Die Schulungsthemen in der Übersicht:

  • Grundlagen Gerontopsychiatrie ambulant, teilstationär und stationär (GQ Oberbayern, GQ Bayern, HeimQuali HQ)

  • Schulung von MitarbeiterInnen in ambulanten Diensten, die in der Betreuung tätig sind (BET)

  • Umgang mit herausforderndem Verhalten, Sterbebegleitung, Sucht und auch Vorträge zu speziellen Themen aus dem Bereich

  • spezielle Schulungen für Kliniken (Wissen und Verstehen, Handlungskompetenz und Schulung Ehrenamtliche, herausforderndes Verhalten, Fallbesprechungen)

  • Helferkreisschulungen und Fortbildungen für bereits geschulte Ehrenamtliche (HK Ambulant)

  • Helferkreisschulungen stationär nach § 82b SGB XI (HK stationär)

  • Schulungen für pflegende Angehörige („Hilfe beim Helfen“)

Die Schulungen werden finanziert durch:

  • die Auftraggeber selbst: bei nicht geförderten Schulungen ganz (65,00 € pro FE) oder durch Eigenanteil (in der Regel ca. 400,00 bis 450,00 € bei einer 3-5 tägigen geförderten Schulung)

  • durch Land Bayern (§ 45 b SGB XI/Landesplan für Altenhilfe), Bezirk Oberbayern (GQ Oberbayern), durch die Pflegekassen (§ 45 b SGB XI), durch die Krankenkassen (Angehörigenschulungen), Kuratorium Deutsche Altershilfe BET, GQ Bayern).

Die Anmeldungen für das Jahr 2016 lassen darauf schließen, dass die Nachfrage nach Schulungen nicht weiter abnimmt. Zu hoffen ist, dass mit der Novellierung des AVSG 2015 die Nachfrage nach Schulungen zu niedrigschwelligen Angeboten weiter zunimmt. Ebenso hoffen wir durch die Überarbeitung der Angebotsdarstellung auf unserer Homepage und durch eine wieder intensivere Akquise die Anzahl der Schulungen erhalten oder ausbauen zu können. Der Aufwand für die Organisation der Schulungen ist nicht unbeträchtlich: Erstellung und laufende Aktualisierung der Schulungskonzepte, Akquise, Beantragung von Fördermitteln, Erstellung von Verwendungsnachweisen, sowie die Erstellung von Teilnehmerunterlagen.

Wünschenswert wäre eine Intensivierung der Zusammenarbeit bei Schulungen mit den Mitgliedsorganisationen, wie sie im Fachaustausch bereits angedacht wurde. Denn die Schulungen tragen auch dazu bei, dass wir einen Satzungszweck, nämlich die Entwicklung von Hilfen für Menschen mit Demenz umsetzen. Zudem dokumentieren die Schulungen das Profil und die Kompetenz der Alzheimer Gesellschaften. Eine Intensivierung der Zusammenarbeit könnte sich auf die regionale Akquise und auf eine inhaltliche Zusammenarbeit bei der Konzeptionierung des Angebotes der Alzheimer Gesellschaften Bayerns erstrecken. Weiterhin können ReferentInnen der regionalen Alzheimer Gesellschaften als ReferentInnen tätig werden.

Gewinner einer solchen Zusammenarbeit wären sowohl die regionalen Alzheimer Gesellschaften als auch der Landesverband, da dies folgendes bewirken könnte:

  • eine verbesserte regionale Präsenz des Schulungsangebotes der Alzheimer Gesellschaften in Bayern

  • zusätzliche Einnahmen aus Schulungen zur Finanzierung der Vereinsarbeit

  • ein gemeinsames Angebot der „Alzheimer Gesellschaften Bayerns“ das deren Profil schärft

  • die Antragstellung und die Verwendungsnachweise übernimmt der Landesverband und entlastet die regionalen Gesellschaften

4. Projekte

Wie angestrebt ist es dem Landesverband in den letzten Jahren gelungen, neben den Bereichen Verbandsarbeit und Schulung in den letzten Jahren den Bereich Projekte stärker auszubauen (siehe auch Grafiken unter Jahresabschluss 15 und Haushaltsplanung 16).

4.1. Informationstage

Ziel des Projektes ist es die Öffentlichkeit über das Thema Demenz zu informieren, insbesondere auch pflegende Angehörige mit diesen Informationen zu erreichen und diese in ihrer wichtigen Aufgabe zu stärken. Seit Jahren unterstützt der Landesverband seine Mitgliedsorganisationen bei der Öffentlichkeitsarbeit. Die Förderung der Mitgliedsorganisationen erfolgt auf Basis einer vom Landesverband erarbeiteten Förderrichtlinie. Anhand dieser entscheidet der Landesverband über Anträge der Mitgliedsorganisationen.

Gefördert wurden Veranstaltungen folgender Mitgliedsorganisationen: Alzheimer Gesellschaften Altötting, Ansbach, Augsburg, Bayreuth-Kulmbach, Berchtesgaden Landkreis-Traunstein, Gunzenhausen, Ingolstadt, Landshut, München, Niederbayern, Pfaffenhofen, Pfaffenwinkel-Werdenfels, Würzburg Unterfranken und Sozialstation Lindau

Dabei wurden ganz vielfältige Veranstaltungen und Aktionen durchgeführt:

  • Fachtage mit unterschiedlichen Themen wie, „Palliative Versorgung von Menschen mit Demenz", „Teilhabe fängt vor Ort an-Kommunen machen sich demenzfit, Praxisbeispiele aus Kommunen“, Fachveranstaltung „Degenerative Demenzen“
  • Kabarettistischer Nachmittag mit Musik, Theaternachmittage („Du bist meine Mutter“),
  • Aktionstage und Aktionswochen mit Demenzgottesdienst, Vorstellung einer Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz, Fest mit Musik und Tanz am Welt Alzheimertag
  • Filmvorträge („Still Alice“, „Honig im Kopf“) mit anschließender Diskussion
  • Informationsstände in den Regionen

Das Projekt Informationstage wurde in 2015 wieder von den bayerischen Krankenkassen (ARGE, DAK, KKH) im Rahmen der Selbsthilfeförderung gefördert. Die regionalen Alzheimer Gesellschaften erhielten für ihre Veranstaltungen einen Zuschuss von 600,00 €. Nicht Alzheimer Gesellschaften wurden mit 300,00 € gefördert.

4.2. Menschen mit Demenz im Krankenhaus

Nach Abschluss der Phase II wurde durch Gesamtprojektkoordinator und Geschäftsführung das Konzept überarbeitet und mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege über eine Weiterführung des Projektes gesprochen. Deutlich wurde, dass das Gesundheitsministerium eine weitere Zusammenarbeit mit dem Landesverband an diesem Thema wünscht. Im August 2014 wurde eine Fortführung des Projektes in einer Phase III vom 01.09.14 bis 30.06.17 bewilligt und Fördermittel bereitgestellt. Im Rahmen der Projektförderung wird das Projekt auch wieder von der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern (ARGE) gefördert.

Die Neukonzeption gliedert sich in drei Bausteine:

  • Prävention: Erarbeitung und Umsetzung eines Demenzkonzeptes mit den bewährten Inhalten der vorhergehenden Phasen
  • Handlungskompetenz: Umgang mit herausforderndem Verhalten. Dieses Teilprojekt wurde mit neu aufgenommen, da die vorhergehenden Projekterfahrungen zeigten, dass die MitarbeiterInnen der Kliniken sich beim Auftreten von herausfordernden Verhaltensweisen sehr belastet und teils überfordert fühlen. Mittels Schulung, Coaching und Fallbesprechungen sollen in einer Projektgruppe in den beteiligten Kliniken Handlungskompetenzen erarbeitet werden. Ein zweiter Grund zur Aufnahme dieses Themas war die Tatsache, dass das Thema speziell im Bereich der Kliniken noch nicht bearbeitet wurde.
  • Übertragbarkeit: Erarbeitung von Handreichungen. Am Ende des Projektes werden Musterdemenzkonzepte und Handlungsempfehlungen zum Umgang mit herausforderndem Verhalten im Klinikbereich zusammengestellt und veröffentlicht.

Nach der Bewilligung des Projektes wurde die Zusammenarbeit mit folgenden Kliniken vertraglich vereinbart: Donau-Ries-Kliniken, Illertalklinik Illertissen, Kreisklinik Roth, Kliniken Pasing-Perlach, Kreiskliniken Günzburg-Krumbach Krankenhaus Vilshofen. Am Projektbaustein herausforderndes Verhalten sind neben diesen Kliniken noch folgende Kliniken der vorhergehenden Phasen beteiligt: Klinikum Altmühlfranken, Vincentinum Augsburg, Klinikum Ingolstadt, Kliniken Hochfranken. Da außer der Alzheimer Gesellschaft München (für Kliniken Pasing-Perlach) keine weitere regionale Alzheimer Gesellschaft Projektleitungen übernehmen konnten, wurden diese vom Landesverband durch Herrn Dr. Teschauer und Gerhard Wagner übernommen.

Anfang 2016 musste die Kooperation mit dem Klinikum Pasing aufgrund mangelnder Ressourcen (Wechsel in der Geschäftsführung, Mutterschaft der PDL und Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit der Projektleitung) beendet werden. Ein u.a. dadurch notwendiger Änderungsantrag in der Projektfinanzierung wurde beim StMGP zur Prüfung eingereicht.

Schwerpunkte der Aktivitäten im Jahr 2015 waren:

  • Die Etablierung einer Steuergruppe mit Vertretern der Geschäftsführung, Leitung Medizin und Pflege, und den Projektleitungen in den beteiligten 10 Kliniken. In den sechs neuen Projektkrankenhäusern wurden bis zum jetzigen Zeitpunkt etwa 4-6 Steuergruppensitzungen durchgeführt. Aufgabe der Steuerungsgruppen ist es den spezifischen Projektrahmen zu bilden, Entscheidungen zum Projekt zu treffen und die interne Kommunikation in den Kliniken zu gewährleisten.
  • Die Durchführung der Grundlagenschulungen in den 6 Projektkliniken (je 32 Fortbildungseinheiten für MitarbeiterInnen der Projektstationen)
  • Die Organisation von speziellen Schulungen für Ärzte (vertraglich vereinbart sind mindestens 8 Fortbildungseinheiten), sowie der Beginn der Umsetzung. Die Umsetzung gestaltet sich nicht ganz einfach, da Ärzte als Referenten schwer zu gewinnen sind. Themen der Ärzteschulungen sind Verständnis Demenz, Medikamentöse Therapie bei Demenz, Demenz und Delir.
  • Die Konzeptionierung von ehrenamtlichen Betreuungsangeboten in den Kliniken und die Schulung der Ehrenamtlichen (jeweils 24 Fortbildungseinheiten). In 4 der sechs Kliniken ist dies bisher gelungen, in einer Klinik kam es wegen mangelnder Anzahl Ehrenamtlicher im ersten Anlauf zu Verzögerungen, im zweiten Anlauf sollte es gelingen. In einer Klinik (s.o.) ist dies im Rahmen des Projektes nicht gelungen.
  • Auswahl und Umsetzung verschiedenster demenzsensibler Konzepte in den einzelnen Kliniken.
  • Die Konzeptionierung des Moduls 2 (herausforderndes Verhalten) durch Gesamtprojektkoordinator und Geschäftsführung, die Entwicklung und Auswertung eines Fragebogens zur Erfassung von Situationen und die Bildung von Projektgruppen in 9 der 10 Kliniken.
  • Ab dem 4. Quartal 2015 bis jetzt Durchführung von jeweils 2 ganztägigen Workshops mit der Projektgruppe. In einzelnen Kliniken haben bereits Fallbesprechungen begonnen, in den anderen beginnen diese ab Februar.

Begleitend zu diesen Themen fanden schon einzeln Öffentlichkeitsveranstaltungen zum Thema statt (Gunzenhausen, Pflegetag Roth), an denen der Landesverband mit Referenten vertreten war. Weiterhin wurde bei bundesweiten Veranstaltungen von dem Projekt durch den Gesamtprojektkoordinator berichtet. Im Jahr 2016 möchten wir in Fachmedien mehr über Erkenntnisse aus dem Projekt berichten.

4.3. Projekt Sport und Bewegung trotz(t) Demenz

Nach der Projektpräsentation am 11.12.14 im Vergabeausschuss des StMGP ist uns der Bewilligungsbescheid für das Projekt im Mai 2015 zugegangen. Projektlaufzeit ist von 05/15 bis 04 /2018. Nach der Bewilligung wurde eine Projektgruppe eingerichtet, in der die Projektleitung des Landesverbandes zusammen mit zwei Fachkräften und erfahrenen Übungsleitern im Bereich des BLSV die Planung des Projektes übernehmen.

Schwerpunkte der Aktivitäten im Jahr 2015 waren:

  • Konkretisierung der Projektfinanzierung: Änderungsanträge an das ZBFS (die Honorarkosten der ProjektgruppenmitarbeiterInnen waren zu niedrig kalkuliert), ein zweiter Änderungsantrag wurde Ende 2015 an das ZBFS gestellt, da die Weiterreichung von Projektmitteln an Träger von Bewegungsangeboten (Bezuschussung exemplarischer Modellangebote durch den Landesverband) nicht explizit formuliert war
  • Entwicklung und Ausarbeitung eines Schulungsangebotes „Kursleiter Sport und Bewegung trotz(t) Demenz“ bis hin zur Erstellung von Kursunterlagen.
  • Zusammenstellung von Qualitäts- und Förderkriterien für modellhafte Angebote, die nach dem noch nicht zugegangenen Änderungsantrag veröffentlicht werden, und den Absolventen der Seminare zugesandt werden.
  • Erarbeitung und Erstellung von Finanzierungsmöglichkeiten für Sport- und Bewegungsangebote, bis hin zur Beantragung der Anerkennung des Krankheitsbildes Demenz für Reha-Sportangebote über den Bundesverband.
  • Entwicklung einer Homepage und deren regelmäßige Aktualisierung
  • Information der bayerischen Fachberatungsstellen, der Sport und Wandervereine in Bayern, der Alzheimer Gesellschaften in Bayern, sowie anderer Initiativen und Organisationen
  • Kooperationsgespräche mit dem BLSV bei der Information über das Projekt. Im Jahr 2015 sind drei Artikel in der Zeitung Bayernsport des BLSV veröffentlicht worden, auf der Landestagung der Vertreter des Seniorensports wurde ein Vortrag zum Projekt gehalten, ebenso auf dem Infotag der Alzheimer Gesellschaft Niederbayern.
  • Weiterhin wurden Kooperationsgespräche mit der Landessenioren-Vertretung Bayern, mit dem VdK Bayern Demenz-Support Stuttgart geführt.
  • Im Oktober 2015 wurde die erste Schulung von Kursleitern in Rummelsberg mit 15 TeilnehmerInnen erfolgreich durchgeführt. Die Erfahrung war, dass einige TeilnehmerInnen nach der Schulung ein solches Angebot zusammen mit ihren Trägern (Sportvereinen, Ambulante Dienste, Praxis für Physiotherapie) oder anderen Trägern in der Region initiieren möchten. Zurzeit läuft eine Nachfrage wie der Stand der Initiierung ist.
  • Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind vier weitere Seminare „Kursleiter Sport- und Bewegung trotz(t) Demenz“ geplant. Die Kurse in Nürnberg (Bezirk Mittelfranken), in Krumbach (Bezirk Schwaben) und der erst Ende Januar ausgeschriebene Kurs im Mai 2016 in Bad Ensdorf (Bezirk Oberpfalz) sind bereits ausgebucht. Ein Kurs in Oberhaching (Bezirk Oberbayern) wurde terminlich und räumlich vereinbart, und wird in den nächsten Tagen ausgeschrieben. Wie vorgesehen planen wir bis Ende des Jahres noch 1-2 weitere Kurse (Unterfranken/Oberfranken und Niederbayern), da wir in allen bayerischen Bezirken Seminare anbieten möchten. Die geschilderte Beschreibung zeigt, dass eine große Nachfrage bei Kursleitern aus dem Sportbereich, und Fachkräften aus dem Bereich der Arbeit mit Menschen mit Demenz besteht, und diese in der Regel gewillt sind Angebote mit Ihren Trägern durchzuführen
  • Bei der Planung der Kurse gab es eine gute Zusammenarbeit mit den Bezirksverbänden des BLSV, mit den Landratsämtern (z.B. Günzburg), anderen „Demenzinitiativen (SEGA Oberpfalz, AOVE, GEFA Mittelfranken).
  • Im Einzelfall wurden bereits vor-Ort Beratungen und telefonische Beratungen bei Sportvereinen zur Entwicklung solcher Angebote durchgeführt

Wir hoffen nun, dass aus den Schulungen nach Angebote erwachsen, die dann auch bei Bedarf im Rahmen des Projektes begleitet werden. Ein weiterer Schritt ist die Vernetzung der Akteure und die weitere Öffentlichkeitsarbeit.

4.4. Demenz in der Kommune

Ziel des Projektes ist es mittels eines Projektkoffers „Menschen mit Demenz in unserer Kommune“ Kommunen zu unterstützen um Angebote für Menschen mit Demenz und deren Angehörige zu entwickeln. Das Thema Demenz soll einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und somit aus der immer noch bestehenden Tabuzone geholt werden. Nachbarn, Mitarbeiter im Dienstleistungssektor (z.B. Verkäufer/Verkäuferinnen, Bankmitarbeiter) sollen für das Thema sensibilisiert werden, und in die Lage versetzt werden einen angepassten Umgang zu pflegen. Der Projektkoffer enthält Handreichungen, Checklisten, Leitlinien, Präventionskonzepte, Praxisleitfäden, Angebote für Informationsveranstaltungen und Schulungen für unterschiedliche Zielgruppen in der Kommune.

  • Arbeitsschwerpunkte im Projekt „Leben mit Demenz in der Kommune“ waren 2015 insbesondere im Bereich Finanzierung, Akquise, Kooperationen und Durchführung von Projekten, sowie die Erstellung und der Druck von Arbeitsmaterial.
  • Anträge, Mittelanforderungen an Lokale Allianz, Barmer GEK, TKK, Wilhelm von Lauff Stiftung, die Erstellung der Zwischenevaluation für die „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“, Verwendungsnachweise, Verwaltung (Ab­rechnung, Bescheide, Schulungen, Projekte und Ablage).
  • Kommunikation (Telefon­gespräche, E-Mailverkehr, Informationsgespräche, Arbeitstreffen und Kooperations­treffen) mit Interessenten, potentiellen Kooperationspartnern und Projektleitungen und das Erstellen eines Unterstützungsschreibens.
  • Durchführung von zwei Zukunftswerkstätten in Puchheim und Schulungen der Öffentlichkeit von verschiedenen Referenten in Burgbernheim, Kolbermoor, LK Erlangen-Höchstadt, Wartenberg, Oberasbach und Schliersee.
  • Inputreferat in der Gemeinde Langensendelbach- „Best practice“ und eine Auftaktveranstaltung „Konfetti im Kopf-Aktionswoche zum Welt-Alzheimer­tag in Lindau.
  • Die Projekte “Den Faden verlieren“, ein Kunstprojekt in Lindenberg, Lindau, Memmingen, Grünenbach und Röthenbach mit Ausstellung und Vernissage in Lindenberg (Teilprojekt der Kooperation mit dem Landratsamt Lindau), und “Hori­zonte- Miteinander Leben“, wurden in Zusammenarbeit mit lokalen Projektleitungen verantwortet.
  • Kooperationsvereinbarungen mit GEFA Mittelfranken/Angehörigen­beratung e. V., mit der Gemeinde Langensendelbach und mit dem Landratsamt Lindau.
  • Neben Frau Kaufmann als hauptamtliche festangestellte Projektleitung wurden Frau Schunk und Frau Mückschel, Nürnberg, für Schu­lungen, Frau Anten-Dittmar, Grünenbach und Herr Ulrich Drescher, Langensendel­bach für Projektleitungen im Rahmen von Honorarvereinbarungen für das Projekt tätig.
  • Weiter wurde ein Praxisleitfaden, eine Handreichung, Checklisten und eine Arbeitsmappe in Zusammenarbeit mit einer Grafikerin erstellt und gedruckt.
  • Die Teilnahme an der Tagung der Lokalen Allianz in Hannover

5. Fazit und Ausblick

Mit der Personalentwicklung in den vergangenen Jahren (Schaffung einer hauptamtlichen Geschäftsführung, Einstellung neuer MitarbeiterInnen für den Bereich Schulungen und Projekte) konnten Ressourcen zur Projektentwicklung erschlossen werden. Mit nun drei landesweiten Projekten, sowie dem Projekt Infotage scheint diese Verbreiterung gelungen. Durch diese Weiterentwicklung entstehen nun Ressourcen, um die beschriebenen zukünftigen Aufgaben anzugehen.

6. Haushaltsabschluss 2015

siehe Anlagen (Jahresabschluss 2015 und Bilanz 2015), die einen Überblick über die Einnahmen und Ausgaben des Jahres 2015 geben. Frau Löhner (Schatzmeisterin) und Herr Wagner (Geschäftsführer) werden in der Mitgliederversammlung weitergehend informieren.

7. Haushaltsplanung 2016

siehe Anlage Haushaltsplan 2016 und Erläuterungen in der Mitgliederversammlung

Gerhard Wagner, Geschäftsführer Nürnberg den 29.02.16

Finanzierung

Zur Umsetzung dieser Tätigkeiten benötigen wir finanzielle Mittel. Diese bestehen weitgehend aus öffentlichen Mitteln, aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen sowie aus Einnahmen, die wir aus unseren Angeboten erwirtschaften.
In unserer Arbeit werden wir von folgenden Institutionen finanziell unterstützt:

  • vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

  • von der Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassenverbände in Bayern und durch die private Pflegeversicherung

  • von den Krankenkassen in Bayern, der ARGE Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern und vom Vdek Verband der Ersatzkassen in Bayern

  • dem Bezirk Oberbayern

  • der Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz

  • dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

  • dem Kuratorium Deutsche Altershilfe

Daneben erhalten wir auch Spenden von Privatpersonen.
Für diese Unterstützung bedanken wir uns sehr herzlich!

Einnahmen nach Jahresabschluss 2015

Ausgaben nach Jahresabschluss 2015

 

 

 

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