| 1. Einführung
Zielsetzung:
Die Gestaltung einer offenen „Lernatmosphäre“, die Förderung von
Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung in einer neuen Situation, sowie
die Reflexion der zukünftigen Rollen stehen im Mittelpunkt.
Inhalte:
- Kennenlernen in der Gruppe
- Motive der HelferInnen
- Rollen als HelferInnen (in der Organisation, gegenüber Angehörigen,
gegenüber den Pflegebedürftigen)
- Methoden, Ablauf und Organisation der Schulung
Umfang:
2 Fortbildungseinheiten á 45 Minuten

2.
Basiswissen
über gerontopsychiatrische Krankheitsbilder
Zielsetzung:
Die TeilnehmerInnen kennen das Krankheitsbild Demenz, Erarbeiten die
Auswirkungen der Krankheit auf die Persönlichkeit und Identität des
Betroffenen, und entwickeln eine reflektierte eigene Einstellung zu den
Erkrankten
Inhalte:
- Epidemiologie (Auftreten, Verteilung und zukünftige Entwicklung)
- Klassifizierung (sekundäre Demenzen, primäre nichtdegenerative und
primäre degenerative Demenzen, Abgrenzung zu psychischen Erkrankungen)
- Ursachen gerontopsychiatrischer Erkrankungen
- Diagnostik
- Symptomatik und Krankheitsstadien
- medikamentöse Therapie (Medikamente zur Behandlung kognitiver und
nicht kognitiver Defizite)
Umfang:
6 Fortbildungseinheiten á 45 Minuten

3.
Formen
der Pflege der zu betreuenden Menschen und rechtliche Rahmenbedingungen
Zielsetzung:
Die TeilnehmerInnen haben einen Überblick über das
gerontopsychiatrische Versorgungssystem (niedrigschwellig, ambulant,
teilstationär, stationär), kennen die wesentlichen gesetzlichen
Grundlagen der Pflege und die gesetzlichen Grundlagen für ihren Einsatz.
Inhalte:
- Die medizinische und pflegerische Versorgungsstruktur allgemein und
in der Region des Einsatzgebietes
- Gesetzliche Grundlagen der Pflege (Pflegeversicherungsgesetz,
Pflegeleistungsergänzungsgesetz und Betreuungsgesetz)
- Haftpflicht- und Unfallversicherung für ehrenamtliche HelferInnen
Umfang:
4 Fortbildungseinheiten á 45 Minuten

4. Situation
der pflegenden Personen
Zielsetzung:
Die TeilnehmerInnen kennen die verschiedenen Belastungen betreuender
und pflegender Angehöriger und wissen, aus welchen Gründen es pflegenden
Angehörigen oft schwer fällt fremde Hilfe anzunehmen. Die
TeilnehmerInnen haben darüber reflektiert, dass pflegende Angehörige
jeweils unterschiedliche Bewältigungsmechanismen haben, um mit der häuslichen
Pflege- und Betreuungssituation umzugehen.
Inhalte:
- Zahlen und Fakten zur häuslichen Pflege in Deutschland
- Verschiedene Belastungen pflegender Angehöriger
- Bewältigungsmechanismen und Gründe Hilfe nicht anzunehmen
- Grenzbereiche häuslicher Pflege: Burn-Out, psychische oder physische
Gewalt
Umfang:
4 Fortbildungseinheiten á 45 Minuten

5.
Umgang
mit den Erkrankten, Überblick über therapeutische Ansätze,
Grundhaltungen und Einstellungen
Zielsetzung:
Die TeilnehmerInnen haben eine allgemeine Übersicht über die
therapeutische Behandlungsansätze, Sie sind in der Lage den theoretischen
Hintergrund der jeweiligen Verfahren zu verstehen, unterstützende
Grundhaltungen und Einstellungen gegenüber den Erkrankten zu entwickeln
und sinnvolle Verhaltensweisen von kontraproduktiven zu unterscheiden. Sie
sind in der Lage verständnisvoll und fachlich reflektierend auf Erkrankte
zuzugehen, und kennen ihre Grenzen.
Inhalte:
- nichtmedikamentöse therapeutische Behandlungsformen im Überblick
(Verhaltenstherapie, kognitives Training, Realitätsorientierung,
Erinnerungstherapie, Selbst-Erhaltungs-Therapie, Validation,
Milieutherapie) und ihre Einsatzmöglichkeiten
- Grundhaltungen und Einstellungen
Umfang:
4 Fortbildungseinheiten á 45 Minuten

6.
Methoden
und Möglichkeiten der Betreuung und Beschäftigung
Zielsetzung:
Die TeilnehmerInnen sollen in der Lage sein zusammen mit Angehörigen
aufgrund biografischer Daten des Erkrankten Beschäftigungsmöglichkeiten
auszuwählen, und diese in Abhängigkeit vom Krankheitsstadium
einzusetzen. Dabei orientieren Sie sich an der Förderung noch vorhandener
Fähigkeiten und Fertigkeiten und vermeiden Überforderung.
Darüber hinaus kennen die TeilnehmerInnen Möglichkeiten des Umgangs mit
schwierigen Verhaltensweisen.
Inhalte:
- Bedeutung von Struktur, Ritual und Wiedererkennung
- Bedeutung und Einsatz von Medien (Bilder und Musik)
- Wahrnehmung über die Sinne
- Möglichkeiten alltagspraktischer Tätigkeiten
- Bewegung
- Praktische Handlungskompetenzen durch Fallbeispiele und Übungen
entwickeln
Umfang:
8 Fortbildungseinheiten á 45 Minuten

7.
Zusammenarbeit
im Helferkreis und mit anderen Abgrenzung Pflege- und Betreuungsaufgaben
Zielsetzung:
Die TeilnehmerInnen sind auf ihren ersten Einsatz vorbereitet, kennen die
häusliche Pflegesituation, haben Informationen über den zu Betreuenden
und wissen wer mit welcher Aufgabe noch an der Pflege und Betreuung
beteiligt ist.
Inhalte:
-
Ablaufplan zur Vorbereitung auf den ersten Einsatz
-
Zusammenarbeit Träger und Ehrenamtliche
-
Aufgabenteilung der an der Pflege- und Betreuung beteiligten Personen
-
Konzepte der Pflege
:AEDL´s
-
Übernahme von einfachen pflegerischen Tätigkeiten
Umfang:
4 Fortbildungseinheiten á 45 Minuten

8.
Kommunikation
und Gesprächsführung, Fallbeispiele
Zielsetzung:
Die TeilnehmerInnen kennen grundlegende theoretische Aspekte der Gesprächsführung.
Sie sind in der Lage ein Erstgespräch zu führen. Ihnen sind schwierige
Situationen in der Kommunikation mit Angehörigen bewusst und sie haben Lösungsmöglichkeiten
kennengelernt. Das persönliche Gesprächsverhalten, sowie klassische
Kommunikationsfallen wurden reflektiert und klares Kommunikationsverhalten
geübt.
Inhalte:
-
Aspekte der Kommunikationstheorie
-
private Gespräche im Unterschied zur Kommunikation in der Rolle der
Helferin
-
Grundhaltungen in der Kommunikation mit dementiell Erkrankten
-
Gesprächsleitfaden für Erstkontakt
-
Schwierige und typische Gesprächssituationen
Umfang:
6 Fortbildungseinheiten á 45 Minuten
Abschluss
und Verleihung der Bescheinigungen
Umfang:
2 Fortbildungseinheit á 45 Minuten
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