INFORMATIONEN ÜBER ALZHEIMER KRANKHEIT
Was heißt Demenz und was ist Alzheimer?
Was heißt Demenz?
Was ist Alzheimer?
Welche Symptome hat die Alzheimer Krankheit?
Wie entsteht die Alzheimer Krankheit?
Wie häufig ist die Alzheimer Krankheit?
Wie wird die medizinische Diagnose gestellt?
Welche Hilfe gibt es für Angehörige und Kranke?
 

Was heißt Demenz und was ist Alzheimer?

Vorab: es gibt eine ganz normale Vergesslichkeit, die bei einigen Menschen mehr und bei anderen weniger stark auftritt. Dies ist kein Grund zur Beunruhigung. Treten häufig und über längere Zeit Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Orientierung auf (jemand findet den Weg vom Bäcker nicht mehr nach Hause), so ist dies ein Grund, einen Arzt aufzusuchen. In manchen Fällen kann der Arzt eine Demenz feststellen.
Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre "Das Wichtigste über die Alzheimer Krankheit und andere Demenzformen" >> mehr erfahren 




Was heißt Demenz?

Als Demenz bezeichnet man in der Medizin einen anhaltenden oder fortschreitenden Zustand herabgesetzter Fähigkeiten in den Bereichen des Gedächtnisses, des Denkens und anderer höherer Leistungen des Gehirns.
Es gibt mehrere Ursachen von Demenz, die häufigste ist die Alzheimer Krankheit. Weitere sind die Frontotemperale Demenz oder Pick-Krankheit, Lewy-Körperchen-Demenz, Demenz  bei Parkinson,  vaskuläre Demenzen. Broschüre Seite 12  >> mehr erfahren 



Was ist Alzheimer?

Die Alzheimer-Krankheit ist ein sehr langsam fortschreitender Untergang von Nervenzellen und Nervenzellkontakten. Es betrifft vor allem jene Abschnitte des Gehirns, die für Gedächt-
nis, Denkvermögen, Sprache und Orientierungsfähigkeit wichtig sind. Broschüre Seite 6
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Welche Symptome hat die Alzheimer Krankheit?

Es gibt Stadien der leichtgradigen, mittelschweren und schweren Demenz. Im frühen Krankheitsstadium stehen Gedächtnisstörungen im Vordergrund. Die Patienten können sich den Inhalt von Gesprächen oder die Mitteilungen in Zeitung und Fernsehen nicht einprägen, sie erinnern sich nur bruchstückhaft an wenige Stunden zurückliegende Ereignisse, verlegen häufig Gegenstände oder vergessen Verabredungen. Broschüre Seite 10  >> mehr erfahren 



Wie entsteht die Alzheimer Krankheit?

Bei der Entstehung der Alzheimer Krankheit kommen mehrere Einflussgrößen zusammen. Der wichtigste Risikofaktor ist das Alter. Fehler im Erbgut sind als Ursache sehr selten.  Durchblutungsstörungen des Gehirns sind keine Ursache, können jedoch Symptome hervorrufen. Broschüre Seite 7. >> mehr erfahren 



Wie häufig ist die Alzheimer Krankheit?

Die Alzheimer Krankheit kann schon vor dem 50.Lebensjahr auftreten. Mit dem Lebensalter steigt ihre Häufigkeit steil an. Von den 60-jährigen leidet jeder Hundertste daran, von den 80-jährigen jeder dritte. In Deutschland leben etwa 1,2  Millionen Menschen mit Demenz-Erkrankungen, davon ungefähr 60 % mit einer Demenz vom Typ Alzheimer. Diese Zahl wird bis 2050 auf 2,6 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.
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Wie wird die medizinische Diagnose gestellt?

Störungen des Gedächtnisses und des Denkvermögens können viele verschiedene Ursachen haben. Bei folgenden Ursachen ist Hilfe möglich, wenn sie rechtzeitig erkannt werden: Depression, Schilddrüsenunterfunktion, Abfluss-Störungen der Hirnrückenmarksflüssigkeit oder Wirkungen bestimmter Medikamente. Die medizinische Diagnose ist die Voraussetzung dafür, dass der Patient und seine Angehörigen die Zukunft planen, Vorausverfügungen treffen und zu gegebener Zeit die notwendigen Entscheidungen fällen können. >> mehr erfahren



Die Hilfen für Angehörige und Kranke im einzelnen:

Beratungsstellen: Informieren und beraten zu allen Fragen rund um die Pflege und Betreuung. Beratungsleistungen bieten die Träger der freien Wohlfahrtspflege an bzw. Beratungsstellen von freien Trägern und regionale Alzheimer-Gesellschaften. 

Adressen von Beratungsstellen für Angehörige in ganz Bayern  >> mehr erfahren 

Adressen von regionalen Alzheimer Gesellschaften und Selbsthilfegruppen bayernweit   >> mehr erfahren 

Weitere Beratungsangebote   >> mehr erfahren 

  • Pilotpflegestützpunkt in Bayern: Mit der Reform der Pflegeversicherung (Pflege-Weiterentwicklungsgesetz) sieht der Gesetzgeber die Schaffung von Pflegestützpunkten vor.
    Die Pflegestützpunkte haben die Aufgaben, die Versorgungsangebote, die auf regionaler Ebene unterschiedlich vorhanden sind, miteinander zu vernetzten. Ziel dabei ist, eine abgestimmte Betreuung und Versorgung der Pflegebedürftigen zu ermöglichen.

    Hauptaufgabe der Pflegestützpunkte ist, die Pflegebedürftigen und deren Angehörige umfassend zu beraten. Dabei sollen alle Hilfs- und Unterstützungsangebote in Betracht gezogen werden und bei der Gesamtkoordination berücksichtigt werden. Als Beispiele sind hier die gesundheitsfördernden, kurativen, präventiven, rehabilitativen Angebote genauso zu nennen, wie die sonstigen pflegerischen, medizinischen und sozialen Hilfs- und Unterstützungsangebote.

    Adresse des Pilot-Pflegestützpunktes in Bayern
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Angehörigengruppen: Das sind Zusammenschlüsse von betroffenen Angehörigen, die sich regelmäßig treffen und austauschen. Die Gruppen werden in der Regel von Fachkräften der Altenhilfe geleitet.
Adressen von Angehörigen- und Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen bundesweit
 
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Ambulante Pflegedienste: Sie bieten Leistungen nach SGB XI und SGB V an und unterstützen Sie bei der Grund- und Behandlungspflege, hauswirtschaftlichen Versorgung sowie der Betreuung. Jeder nach den §§ 72, 73 SGB XI zugelassene ambulante Pflegedienst ist berechtigt, zusätzliche Betreuungsleistungen zu erbringen und diese mit der Pflegekasse abzurechnen. Hier finden nun Versicherte Berücksichtung, die durch den Gutachter eine festgestellte eingeschränkte Alltagkompetenz haben und noch keinen Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung haben. Die betroffenen Menschen können mit in Kraft treten des Pflegeweiterentwicklungsgesetz (01.07.2008) nun mehr Betreuungsleistungen in Anspruch nehmen. Die Pflegekassen übernehmen monatlich Leistungen mit einem Grundbetrag von 100 € oder einem erhöhten Betrag von 200 €.Dienstleistungen, wie "Essen auf Rädern" und Hausnotruf runden das Angebot ab.

Niedrigschwellige Betreuungsangebote: Pflegende Angehörige benötigen häufig stundenweise Entlastung. Demenziell veränderte ältere Menschen benötigen unterstützende Hilfestellung bei der Verrichtung der alltäglichen Dinge oder auch nur die Anwesenheit eines Menschen. Dazu sind nicht nur Pflegefachkräfte, sondern auch angeleitete Laienhelfer geeignet.

  • Betreuungsgruppen für verwirrte ältere Menschen
    Die Betreuungsgruppe soll Angehörige stundenweise entlasten und Angehörigen und Kranken Kontaktmöglichkeiten in familiär gestalteter Umgebung bieten. Den Kranken bietet sie für einige Stunden die Möglichkeit, Gemeinschaft zu erfahren. Betreuungsgruppen werden in der Regel wöchentlich oder 14-tägig angeboten. Sie finden unter der Leitung einer Fachkraft ergänzt durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer statt.
    Liste der Betreuungsgruppen für verwirrte ältere Menschen 
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  • Ehrenamtliche Helferkreise
    Um auch Angehörige von Pflegebedürftigen zu entlasten, die das Haus nicht verlassen können, übernehmen geschulte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unter pflegefachlicher Anleitung gegen eine Aufwandsentschädigung die stundenweise Betreuung des Pflegebedürftigen im häuslichen Bereich.
    Liste der anerkannten ehrenamtlichen Helferkreise  
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Tages und Nachtpflege: Die teilstationären Einrichtungen gewährleisten grundpflegerische und hauswirtschaftliche Versorgung sowie soziale Betreuung. Viele Tagespflegen bieten in ihrem Einzugsgebiet einen Fahrdienst an. Die Pflegeversicherung übernimmt die Kosten der Tages- und Nachtpflege bis zum jeweiligen Höchstbetrag der Pflegestufe.  >> mehr erfahren

Kurzzeitpflege: SGB XI § 42 Kurzzeitpflege

(1) Kann die häusliche Pflege zeitweise nicht, noch nicht oder nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden und reicht auch teilstationäre Pflege nicht aus, besteht Anspruch auf Pflege in einer vollstationären Einrichtung. Dies gilt:

1. für eine Übergangszeit im Anschluss an eine stationäre Behandlung des Pflegebedürftigen oder

2. in sonstigen Krisensituationen, in denen vorübergehend häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich oder nicht ausreichend ist.

(2) Der Anspruch auf Kurzzeitpflege ist auf vier Wochen pro Kalenderjahr beschränkt. Die Pflegekasse übernimmt die pflegebedingten Aufwendungen, die Aufwendungen der sozialen Betreuung sowie die Aufwendungen für Leistungen der medizinischen Behandlungspflege bis zu dem Gesamtbetrag von 1.470 Euro ab 1. Juli 2008, 1.510 Euro ab 1. Januar 2010 und 1.550 Euro ab 1. Januar 2012 im Kalenderjahr.

(3) Abweichend von den Absätzen 1 und 2 besteht der Anspruch auf Kurzzeitpflege in begründeten Einzelfällen bei zu Hause gepflegten Kindern bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres auch in geeigneten Einrichtungen der Hilfe für behinderte Menschen und anderen geeigneten Einrichtungen, wenn die Pflege in einer von den Pflegekassen zur Kurzzeitpflege zugelassenen Pflegeeinrichtung nicht möglich ist oder nicht zumutbar erscheint. § 34 Abs. 2 Satz 1 findet keine Anwendung. Sind in dem Entgelt für die Einrichtung Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie Aufwendungen für Investitionen enthalten, ohne gesondert ausgewiesen zu sein, so sind 60 vom Hundert des Entgelts zuschussfähig. In begründeten Einzelfällen kann die Pflegekasse in Ansehung der Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie der Aufwendungen für Investitionen davon abweichende pauschale Abschläge vornehmen.  >> mehr erfahren

Stationäre Versorgung: Wenn die Ressourcen der ambulanten Pflege nicht mehr ausreichen, muss oft ein passender Pflegeheimplatz gesucht werden. Für diese Entscheidung sollten Sie sich Zeit nehmen und die Angebote miteinander vergleichen.


Sie können sich weiter informieren in der Schriftenreihe der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, zu beziehen direkt bei der 
Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Friedrichstr. 236, 10969 Berlin, Telefon 030/259 37 95-0, Telefax 030/259 37 95-29, E-mail:
info@deutsche-alzheimer.de, www.deutsche-alzheimer.de

Schriftenreihe der Deutschen Alzheimer Gesellschaft:

Band 1: Leitfaden zur Pflegeversicherung
Antragstellung, Begutachtung, Widerspruchsverfahren, Leistungen, € 6.00 
Band 2: Ratgeber in rechtlichen und finanziellen Fragen
Für Angehörige von Alzheimer-Patienten, ehrenamtliche und professionelle Helfer, € 6.00
Band 3: Stationäre Versorgung von Alzheimer Patienten
Leitfaden für den Umgang mit demenzkranken Menschen,   € 6,00
Band 5: Ratgeber Häusliche Versorgung Demenzkranker,
€ 6,00

Weitere Veröffentlichungen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft
Kostenlos:

  • Das Wichtigste über die Alzheimer Krankheit und andere Demenzformen. Ein kompaker Ratgeber,
    (bei Bestellungen ab 51 Stk. wird eine Versandkostenpauschale berechnet)
  • Alzheimer - was kann ich tun? Erste Hilfe für Betroffene
    (bei Bestellungen ab 51 Stk. wird eine Versandkostenpauschale berechnet)
  • Flyer zum Alzheimer Telefon
  • Literaturliste, Literaturempfehlungen aus verschiedenen Themenbereichen für Angehörige und professionell Engagierte

Kostenpflichtig:

  • Prävention, Therapie und Rehabilitation für Demenzkranke, € 4.00
  • Betreuungsgruppen für Alzheimer-Kranke, Informationen und Tipps zum Aufbau von Betreuungsgruppen, € 4,00
  • Ernährung in der häuslichen Pflege Demenzkranker € 4.00
  • Mit Musik Demenzkranke begleiten, Informationen und Tipps, € 4,00
  • Gruppen für Angehörige von Demenzkranken, € 4,00
  • HelferInnen in der häuslichen Betreuung von Demenzkranken, Aufbau und Arbeit von HelferInnenkreisen, € 4,00
  • Leben mit Demenzkranken, Hilfen für schwierige Verhaltensweisen und Situationen im Alltag, € 4,00
  • Inkontinenz in der häuslichen Versorgung Demenzkranker, Informationen und Tipps bei Blasen- und Darmschwäche, € 4,00
  • Frontotemporale Demenz - Krankheitsbild, Rechtsfragen, Hilfen für Angehörige, € 4,00
  • Wenn die Großmutter demenzkrank ist, Hilfen für Eltern und Kinder, € 4,00
  • Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz am Lebensende, Alzheimer Europe Report 2/2008, € 10,00
  • Allein leben mit Demenz-Herausforderung für Kommunen, DVD und Schulungsmaterialien für verschiedene Zielgruppen, € 10,00
  • Kinderbuch "Liebe Oma", € 5,00
  • Hilfe beim Helfen - Schulungsreihe der DAlzG, CD-ROM: ein interaktives modulares Seminarprogramm, das sich an pflegende Angehörige wendet, ausgezeichnet mit dem Oskar-Kuhn-Preis 2003, € 10,00
  • Fotoband "Blaue Tage und graue Tage", Portraits von Demenzkranken und ihren Angehörigen, € 15,00
  • Demenz interaktiv, CD-ROM mit Informationen und Übungen für Angehörige und Betroffene, € 15,00
  • DVD: Leben mit FTD, Dreiteiliger Dokumentarfilm über Frontotemporale Demenz, Holländisch mit deutschen Untertiteln, 1. Auflage 2010, € 15,00
  • Kalender 2011: "Reise ins unbekannte Land", € 10,00
  • Das Buch der Erinnerungen, € 25,00
  • Alzheimer Info, Zeitschrift der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, erscheint vierteljährlich und kostenlos, für Nichtmitglieder € 3.00

Tagungsreihe

  • Tagungsband "Aktiv für Demenzkranke" (09.-11.10.2008, Erfurt) Referate auf dem 5. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz, inklusive CD-ROM, € 10,00
  • Tagungsband "Demenz - eine Herausforderung für das 21. Jahrhundert. 100 Jahre Alzheimer-Krankheit ( 12. - 14.10 2006, Berlin), Referate auf dem 22. Internationalen Kongress von Alzheimer´s Disease, € 10,00

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