FORTBILDUNG FÜR MITARBEITERINNEN AMBULANTER DIENSTE IN OBERBAYERN

"QUALIFIZIERUNGSKONZEPT GERONTOPSYCHIATRIE"

Wir kommen zu Ihnen und schulen bei Ihnen vor Ort

 

Konzept
Ziele
Organisation
Kosten
ReferentInnen
Methoden
Information und Anmeldung
Flyer als pdf

 

Unser Angebot gilt nur für ambulante Dienste in Oberbayern. 
Für Mittelfranken finden Sie dieses Angebot unter:
www.@angehoerigenberatung-nbg.de → Fortbildungen. 
Das „Qualifizierungskonzept Gerontopsychiatrie“ wurde von der Angehörigenberatung Nürnberg e.V. entwickelt und wird zusammen mit dem Bezirk Mittelfranken bereits seit 2002 in Mittelfranken erfolgreich durchgeführt. Inzwischen haben über 120 verschiedene Dienste mit weit über 1000 MitarbeiterInnen an dieser Fortbildungsmaßnahme teilgenommen. Bei einer schriftlichen Befragung der TeilnehmerInnen antworten z.B. 81%, dass es besser gelinge, gerontopsychiatrisch Erkrankte zu verstehen, und 79% häufiger in der Lage sind, ihr Verhalten auf den Patienten auszurichten. Auch die Arbeit mit den Angehörigen funktioniere spannungsfreier.

 

Konzept

Baustein

Inhalte

FE

1

Einführung

Vorstellungsrunde, Überblick Fortbildung, Organisatorisches, Regeln (Fehlzeiten, TN-Liste)

1

2

Medizin: Demenz

Definition Demenz (Beschreibung einer Symptomatik, primäre und sekundäre Formen), Abgrenzung zu Vergesslichkeit

Epidemiologie (Krankheitszahlen, Verteilung und Entwicklung)

Diagnostik (Notwendigkeit, Ablauf)

Krankheitsbilder (Alzheimer, Pick, Lewy, Demenz im Verlauf von Parkinson, MID), deren allgemeine Symptome (kognitive und nicht kognitive) und Verlauf

Ursachen (Eiweißablagerungen, Absterben von Nervenzellen, Stoffwechseländerungen, Genetik, Mangelzustände)

Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten

Medizin: Depression

Definition Depression

Formen (Einteilung, Abgrenzung Demenz und Pseudodemenz)

Ursachen

Symptomatik

Besonderheiten im Alter

Medikamentöse und nichtmedikamentöse Therapie

Medizin: Angststörungen im Alter

Definition und Begriffe klären

Formen

Ursachen

Besonderheiten im Alter

Symptomatik

Medikamentöse Behandlung

Medizin: Wahnerkrankungen und sonstige psychischen Erkrankungen im Alter

Medizin: Sucht und Abhängigkeitserkrankungen im Alter

8

3

Grundlagen Gerontopsychiatrischer Pflege

Vorstellung Krankheitsphasen

Besonderheiten des Hilfebedarfs in den verschiedenen Krankheits-Phasen für Angehörige und den Erkrankten

Besonderheiten der Pflegzielbestimmung

4

4

Therapeutische Konzepte und Leitlinien

Kommunikation

Alltagsgestaltung

Milieugestaltung

2

5

Umgang mit schwierigen Situationen

Umgangsregeln für einzelne Krankheitsbilder

Handlungs- und Verhaltensleitlinien in schwierigen Situationen

4

6

Situation der pflegenden Angehörigen:

Informationen über die Zielgruppe pflegender Angehörige

Belastungen pflegender Angehöriger

Angehörigenarbeit, Beratung und Begleitung pflegender Angehöriger

Entlastungsangebote in der Region

2

7

 

Sozialrechtliche Grundlagen:

Pflegeversicherung: Leistungen, Grundsätze der Einstufung

Pflegeleistungsergänzungsgesetz

Betreuungsgesetz

Freiheitsentziehende Maßnahmen

Haftung

4

8

Gerontopsychiatrische Pflege als Teamprozess

der Prozess – Wissen, Beobachtung, Verstehen, Ziele setzen, Planung und Ergebniskontrolle – im Team

Planung von Fallbesprechungen

Exemplarische Durchführung von Fallbesprechungen

Case Management

4

 

9

Ambulante Pflege als Netzwerksarbeit

Kenntnis gerontopsychiatrischer Versorgungsstrukturen

Zusammenarbeit mit anderen

Entwicklung- und Aufbau fehlender Betreuungs-, Entlastungs- und Beratungsangebote

Was kommt - wohin wollen wir uns entwickeln?

 

2

10

Abschluss

mündliches Feed-back

schriftliches Feedback

Übergabe der Bescheinigungen

1

 

 

Gesamt Fortbildungseinheiten (FE á 45 Minuten)

32

Deutsche Alzheimer Gesellschaft
Landesverband Bayern e.V.

Nürnberg 12.03.07


 
Ziele

Ziel der Fortbildung ist es, MitarbeiterInnen ambulanter Dienste durch eine Basisqualifikation in die Lage zu versetzen, die häusliche Pflege- und Bertreuungssituation von Menschen mit einem gerontopsychiatrischen Krankheitsbild zu stärken und zu verbessern.


Organisation

  • 32 Fortbildungseinheiten (FE) á 45 Minuten entweder zu 4 Tagesseminaren á  8 FE oder 8 Halbtagesseminare á  4 FE

  • Mindestens 14 und max. 20 TeilnehmerInnen

  • teilnehmen können MitarbeiterInnen zugelassener ambulanter Dienste im Bezirk Oberbayern

  • es können MitarbeiterInnen eines oder mehrerer Sozialstationen an einem Kurs teilnehmen

  • die TeilnehmerInnen erhalten ein Skript und nach  Abschluss  ein Zertifikat unter Angabe von Inhalt und Umfang der Fortbildung.


Kosten

Der Eigenbeitrag des ambulanten Dienstes für die  Fortbildung beträgt 400,-- €. 
Die Restfinanzierung erfolgt über den Bezirk Oberbayern und das Bayerische Sozialministerium.


ReferentInnen

Fachleute aus dem Bereich der Gerontopsychiatrie, der Altenhilfe und der Angehörigenarbeit mit einschlägigen Erfahrungen und einer interdisziplinären Ausrichtung.


Methoden

In der Fortbildung werden Methoden der Erwachsenenbildung zu Grunde gelegt. 
Grundsätzlich ist das Angebot möglichst praxisnah ausgerichtet und zielt auf eine verbesserte Handlungskompetenz der TeilnehmerInnen.


Information und Anmeldung

Deutsche Alzheimer Gesellschaft 
Landesverband Bayern e.V.
Frau Andrea Haug
Wallensteinstr. 63, 90431 Nürnberg
Tel.: 0911/4466784  Fax: 0911/2723501
E-mail: haug@alzheimer-bayern.de
Internet: www.alzheimer-bayern.de


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